PROPAK-Industrie steht vor Kampfmaßnahmen

Nach inzwischen vier Verhandlungsrunden konnte für die rund 9.000 Beschäftigten der PROPAK-Industrie keine Einigung über einen Kollektivvertragsabschluss erzielt werden. Die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) bereitet nun Kampfmaßnahmen vor.

PROPAK

„Das vorliegende letzte Angebot der Arbeitgeber einer IST-Erhöhung der Löhne und Gehälter um 2,7 % entspricht in keiner Weise den Mengen und Wertzuwächsen dieser Branche und liegt deutlich unter vergleichbaren Industriebereichen. Deshalb werden wir jetzt den Druck auf der betrieblichen Ebene erhöhen“, so der stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp, Karl Dürtscher. „In den nächsten Wochen finden in den PROPAK-Betrieben weitere Betriebsversammlungen statt, um gewerkschaftliche Maßnahmen wie Warnstreiks vorzubereiten“, so GPA-djp Verhandlungsführer Christian Schuster.

Die Arbeitgeberseite reagiert auf die Streikdrohnung verärgert: „Wer Fairness einfordert, sollte selbst Fairness üben“, so Georg Dieter Fischer,  Verhandlungsleiter der PROPAK Branche. Die Arbeitgeber hätten  den von der Gewerkschaft kolportierten Erhöhungssatz durch einen Mindestbetrag von € 65,-/Monat ergänzt, was aus der sicht der PROPAK niedrige und mittlere Entgelte stärker anhebt. Dieser Betrag, den jeder Beschäftigte nach dem vorliegenden Angebot mindestens bekäme, bewirkt für die meisten Arbeitnehmer eine Valorisierung der Tarife um deutlich mehr als 3% und schlägt im gewogenen Schnitt der Branche mit 2,9% zu Buche.

Die wirtschaftliche Entwicklung der PROPAK Industrie, deren Verpackungsbereich generell ein Indikator für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist, weist dementsprechend auch einen deutlichen Rückgang des Wachstums im Jahresverlauf 2018 aus. So zeigt beispielsweise die Mengenentwicklung bei Verpackungen aus Papier/Karton/Wellpappe für das 3. Quartal 2018 nur mehr ein Plus von 0,9%. Darüber hinaus leide die PROPAK Branche besonders unter dem starken Anstieg der Rohmaterialpreise in den vergangenen Jahren.

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