Walstead Leykam steht vor massivem Arbeitsplatzabbau

Walstead Leykam – ehemals Leykam Let’s Print – wird die drei österreichischen Standorte in Neudörfl, Müllendorf und St. Pölten neu ausrichten und gleichzeitig 20 Prozent der Belegschaft abbauen.

Walstead Leykam.
Gerhard Poppe, Vorstandsvorsitzender von Walstead Leykam

Bereits im Oktober hat der CEO der Walstead Group Paul Utting in einem Interview mit der Graphischen  Revue (Ausgabe 5/2018) die Ausrichtung der drei österreichischen Standorte skizziert. Die beiden Standorte im Burgenland spezialisieren sich auf den High-Volume-Produktionsdruck und die neu erworbene NP Druck soll sich in Zukunft auf die Produktion kleinerer und mittlerer Auflagen für lokale Kunden fokussieren. Dass damit auch ein groß angelegter Mitarbeiterabbau verbunden ist, davon war im Oktober 2018 noch nicht die Rede. In Österreich sollen Anfang 2019 114 Stellen gestrichen werden, hieß es in einer Aussendung des Unternehmens. In Summe werden rund 20 Prozent der österreichischen Arbeitsplätze bei Walstead Leykam abgebaut. Von der Umstrukturierung sind auch zwei 16-Seiten-Maschinen in Müllendorf und Neuddörfl betroffen. Eine davon wandert zu Walstead Moraviapress und eine wird stillgelegt. Der tschechische Standort der Gruppe, wird zum weiteren Kompetenzzentrum für Magazine, Kataloge und Zeitschriften ausgebaut.

„Für uns ist es wichtig, uns nachhaltig für eine erfolgreiche Zukunft aufzustellen und langfristig unsere Standorte abzusichern. Daher richten wir uns mit Jahresanfang 2019 neu aus, um in Mitteleuropa weiterhin unter den führenden europäischen Druckereien zu bleiben“, so Gerhard Poppe, Vorstandsvorsitzender von Walstead Leykam. Die Restrukturierung ist die Folge einer weiteren negativen wirtschaftlichen Entwicklung im europäischen Rollenoffsetdruck. Hauptverantwortlich waren aus der Sicht von Poppe die signifikant gestiegenen Papierpreise bei gleichzeitigem Preisverfall im Druckgeschäft, bedingt durch Überkapazitäten und entsprechenden Wettbewerbsdruck.

Das Unternehmen hat gegenüber der Graphische Revue betont, dass man durch die Schaffung eines Sozialplans eine sozialverträgliche Lösung anstreben will.

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