Interactive Paper: Mit Haptik in die digitale Welt

Seit dem Vorjahr ist ein analoges Werbemittel am Markt, das die Interaktion mit digitalen Medien ermöglicht. Die Erfinder des Interactive Paper haben bereits einige Projekte für namhafte Unternehmen realisiert und ziehen eine positive Zwischenbilanz.

Interactive Paper

Am Beginn der Entwicklung des Produktes stand die Erkenntnis, dass die Aufmerksamkeit der Menschen heutzutage geringer denn je sei und es daher für Unternehmen immer schwieriger werde, sie mit ihren Botschaften zu erreichen, berichtet Raphael Besnier, der gemeinsam mit Tobias Macke das Unternehmen Interactive Paper gründete.

Davor waren die beiden in der Videoproduktion tätig und erkannten, dass der Marketing-Trend zwar massiv in Richtung online gehe, die User jedoch von der Überflutung an Online-Werbung stark genervt seien, erläutert Besnier: „Herkömmliche Online-Werbung wird meistens als Blockade vor jene Inhalte geschalten, die der User eigentlich sehen möchte. Kommt zum Beispiel vor einem Video auf Youtube eine Werbeanzeige, wird nur darauf gewartet, sie überspringen zu können.“

Auf der Suche nach einer für den User ansprechende Weise der Informationsvermittlung habe man gemerkt, dass etwas Analoges zum Anfassen – etwa ein persönlicher Brief – umso mehr geschätzt werde, da es so selten und speziell geworden sei. „Auf der anderen Seite ist ein rein analoges Medium komplett passiv, nicht messbar und daher nicht sonderlich effektiv“, betont Besnier. „Unser Ziel war es also die Vorteile von analoger und digitaler Kommunikation in einer Lösung zu verknüpfen.“

Das Beste aus zwei Welten
Bei der Entwicklung von Interactive Paper lag der Fokus darauf, die Anwendung so simpel und intuitiv wie möglich für den User zu gestalten. Man legt sein Handy einfach auf das Papier, berührt markierte „Touchpoints“ am Papier und kann dadurch den entsprechenden interaktiven Inhalt am Handy aufrufen. Wesentliche Bestandteile der komplexen technischen Lösung sind übrigens eine elektrisch leitende Tinte sowie eine Antenne, die in das Papier eingedruckt werden und über Berührungspunkte als Schnittstelle zum Smartphone fungieren.

Durch ihre digitale Komponente sind Interactive Papers außerdem messbar wie eine digitale Website, obwohl es sich um ein haptisches Papier handelt, unterstreicht Raphael Besnier: „Somit helfen wir unseren Kunden dabei, Wissen aus einem bisher völlig unbekannten Bereich zu generieren: Der analogen Welt.“ Er nennt in diesem Zusammenhang eine Reihe von möglichen Einsatzbereichen: im Produkt-Marketing am Point of Sale (Interactive Papers zum Mitgeben oder als stationärer interaktiver Aufsteller im Shop), als Direct Mailing (haptischer Brief ermöglicht Conversion, Anmeldung, Kauf etc.), im Content Marketing (durch Interaktion über das Papier werde der User selbst Teil der Story) und im Recruiting (Ansprache potenzieller Bewerber auf Karrieremessen, Hürde zur Bewerbung werde verringert).

Messbarer Erfolg
Bereits im ersten Jahr wurden in allen diesen Bereichen Projekte umgesetzt. Für Samsung, Smart Living und Bawag realisierte man POS-Lösungen, für die Erste Bank, Cloudfare und WeXelerate kreierte man Einladungen zu Kundenevents bzw. eine Grußkarte, für Ernst & Young wurde ein interaktives Programmheft und für FEEI ein interaktiver Geschäftsbericht entwickelt, im Recruiting-Segment war man für Kapsch, Bawag sowie TU Career aktiv.

„In sämtlichen Anwendungsfällen haben wir überraschend gute Ergebnisse erzielt, die Responseraten waren immer sehr hoch“, versichert Besnier und weist darauf hin, dass Interactive Paper den Kunden immer im Rahmen von Gesamtpaketen angeboten wird. „Das beinhaltet neben dem Interactive Paper unsere Web-Tools, die den Kunden bei der Erstellung der Inhalte – zum Beispiel Video, Quiz, Kontakt-Page und dergleichen – helfen, sowie ein Analytics-Tool, das die Interactive-Paper Ergebnisse aktiv trackt und visualisiert.“

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