CTP-Systeme entscheidend für Automatisierung

CTP-Systeme sind auf den ersten Blick eine weitgehend ausgereifte Technologie. Große Entwicklungssprünge sind nicht mehr zu erwarten, trotzdem investiert Kodak beachtliche Mittel in die Weiterentwicklung seiner Lösungen. In welche Richtung das geht, darüber haben wir mit Chris Balls, General Manager für Equipment & Service und Vizepräsident der Print Systems Division von Kodak, gesprochen.

CTP-Systeme

Graphische Revue: Was hören Sie von Druckern, wenn Sie mit ihnen über die heutigen Produktionserfordernisse reden?

Chris Balls: In meinen Gesprächen mit bestehenden und potenziellen Kunden geht es oft darum, wie in den Betrieben eine höhere Flexibilität und Produktivität erzielt werden kann. Die Betriebe agieren in einem extrem wettbewerbsintensiven Marktumfeld. Sie wollen in Technologie investieren, die ihnen hilft, ihr Produktions- und Leistungsangebot auszuweiten. Gleichzeitig suchen sie nach Möglichkeiten, ihre Kosten auf niedrigem Niveau und ihre Produktivität hoch zu halten. Immer mehr Druckereien konkurrieren um Aufträge, die durch kleinere Auflagen und enge Termine gekennzeichnet sind. Um dabei profitabel zu bleiben, müssen sie möglichst viele dieser Kleinauflagen-Jobs zusammenfassen und diese schnell durch ihre Produktion schleusen.

Wie können Druckdienstleister dafür sorgen, dass sie in diesem Marktumfeld erfolgreich im Wettbewerb bestehen können?

Angesichts dieser Entwicklung spielt die Druckvorstufe eine wichtigere Rolle. Da die Auflagen sinken und der Bedarf an Versionierung und Personalisierung von Druckprodukten ansteigt, nimmt auch die Zahl der Aufträge zu, welche die Produktion durchlaufen. Aufgrund dessen, wird in den Druckvorstufenabteilungen nach Möglichkeiten gesucht, die Abläufe zu rationalisieren und automatisieren, um das größere Arbeitsvolumen zu bewältigen. Dazu kommt, dass Druckbetriebe die Jobs nach ihrer Fertigstellung schnell und möglichst automatisch auf die Druckplatten und in den Druck bringen wollen. In dieser Hinsicht hat Kodak sein CTP-Systemprogramm gezielt weiterentwickelt. Gerade in den letzten Jahren haben wir weiter investiert, um eine größere Auswahl und mehr Optionen anbieten zu können, die unsere Kunden mit noch höherer Qualität, Flexibilität, Schnelligkeit und Automatisierung ausstatten.

Inwiefern profitieren Druckereien von der CTP-Automatisierung?

Vor zwanzig Jahren führten wir mit der Autoloader-Option für die Trendsetter Plattenbelichter die erste kostengünstige und einfache CTP-Automatisierungslösung ein. Seit dieser Zeit war Kodak bei der Entwicklung erschwinglicher und bedienerfreundlicher CTP-Automatisierungslösungen federführend. Beispielsweise ermöglicht die neue Mehrkassetteneinheit automatisches Laden und Entladen von bis zu 480 Druckplatten. Damit können Druckereien ihre Produktivität steigern, indem sie schneller in den Druck kommen und die manuelle Handhabung reduzieren. Es gibt weniger Abfall und Fehlplatten und die in den Drucksaal gelieferten Platten sind konstanter und weisen nicht die Schwankungen auf, die sich durch Fehler beim Plattenhandling ergeben können.

Inwiefern treibt Kodak die Innovation im CTP-Bereich weiter voran?

Kodak ist einer der wenigen bedeutenden CTP-Hersteller, die nach wie vor in die Technologie investieren. Wir stellen die einzigen CTP-Systeme her, die mit der  Squarespot Bebilderungstechnologie arbeiten. Anwender erhalten damit den nötigen Wettbewerbsvorteil, um in ihren Betrieben ein höheres Niveau an Stabilität, Genauigkeit und Zuverlässigkeit zu erreichen.Außerdem bringen wir kontinuierlich neue Funktionen, Verbesserungen und neue Maschinen auf den Markt. Ein Beispiel die mobile CTP Control App, mit der Drucker unabhängig von ihrem aktuellen Aufenthaltsort bis zu zehn CTP-Systeme überwachen und steuern können.

Viele Druckbetriebe arbeiten immer noch mit Plattenbelichtern, die sie vor fünf oder zehn Jahren in Betrieb genommen haben. Da die Maschinen noch funktionieren, warum sollten sie Geld in die Hand nehmen, um auf neuere Technologie aufzurüsten?

Wir sprechen mit vielen Druckern über diese Frage, insbesondere mit jenen, die bei ihren älteren CTP-Systemen keine deutlichen Probleme feststellen. Es ist wichtig zu wissen, dass der Wechsel zu einem neuen CTP-System für Druckereien eine schnelle und kosteneffiziente Möglichkeit ist, um produktiver, effizienter und wettbewerbsfähiger zu werden. Neue Plattenbelichter verfügen über die aktuellste Software, Hardware und Basiskomponenten, sodass Service- und Reparaturkosten sinken. Zudem werden die Sicherheitsrisiken der Verwendung veralteter Betriebssysteme und Systemausfälle zu unpassenden Zeiten vermieden. Darüber hinaus bieten neuere Modelle von Kodak neben Geschwindigkeits- und Automatisierungsvorteilen erhebliche Stromeinsparungen. Die neuesten Modelle mit Mehrkassetteneinheiten verbrauchen bis zu 80 % weniger Strom als andere Mehrkassettenlösungen. Während der Bebilderung beträgt die Leistungsaufnahme des Trendsetter Plattenbelichters nur 770 Watt und des Achieve Plattenbelichters nur 400 Watt.

Selbstverständlich ist die Stabilität und Genauigkeit der Bebilderung von entscheidender Bedeutung, wenn Druckdienstleister neue Aufträge im Hochqualitätsbereich oder bei Spezialanwendungen wie dem Lentikular- oder Sicherheitsdruck gewinnen möchten. Die Squarespot Bebilderungstechnologie bietet die höchste Präzision und Stabilität der Branche. Außerdem stellen wir fest, dass viele Druckdienstleister dazu übergehen, auf ihren CTP-Systemen prozessfreie Platten zu bebildern, womit die herkömmliche Plattenverarbeitung überflüssig wird. Dies ist eine weitere Möglichkeit zur Steigerung der Produktivität und Reduzierung von Kosten.

Als Erfinder der Thermo-CTP-Technologie investiert Kodak weiterhin in die Entwicklung innovativer Funktionen und Lösungen, die Druckbetriebe in die Lage versetzen, heute und in Zukunft eine höhere Rentabilität zu erzielen.

Herr Balls: Danke für das Gespräch!

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