Bank Austria versteht Digitalisierung nicht!

Kommentar: Dort, wo klassische Geschäftsmodelle angegriffen werden, tun sich viele Unternehmen schwer mit der Digitalisierung. Ein Beispiel dafür liefert die Bank Austria im Kommerzbereich.

Bank Austria

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber bei nahezu jedem Gespräch mit einem fachlichen Hintergrund kommt man früher oder später auf das Thema Digitalisierung zu sprechen. Die Frage, die hier im Raum steht, ist eigentlich immer die gleiche: Wie kann man die Digitalisierung erfolgreich meistern? In diesem Zusammenhang ist natürlich auch ein Blick über den Tellerrand hinaus angebracht. Wie gehen andere Branche mit diesem Thema um?

Dort, wo klassische Geschäftsmodelle angegriffen werden, tun sich viele Unternehmen schwer mit der Digitalisierung. Ein Beispiel dafür liefert die Bank Austria im Kommerzbereich. Am Quartalsende wird einem eine Lawine an unterschiedlichen Positionen verrechnet – darunter das „Entgelt für anlassbezogene Kontoauszüge“ pro Quartal immerhin über 13 €. Diesen Betrag verrechnet die Bank Austria Kunden, wenn man sich im Online-Banking die Kontoauszüge selbst erstellt, herunterladet und sie sich auf dem eigenen Druck ausgibt.

Auf Nachfrage hat mich mein Kundenbetreuer auf das Foyer der Bank verwiesen, dort könne ich mir die Kontoauszüge kostenlos ausdrucken. Seit der Einführung des Online-Banking, bei dem der Kunde viele Arbeiten für die Bank erledigt, gehören Besuche der Bankfiliale eher zur Ausnahme, das dürfte auch der Bank Austria nicht entgangen sein. Ein Service, das man mit guten Gewissen verrechnen kann, ist bei dem „Entgelt für anlassbezogene Kontoauszüge“ nicht zu erkennen. Keine Ahnung wie viele Kommerzkunden die Bank Austria hat – bei 100.000 würden nur für die Erstellung der Kontoauszüge, die man sich selber ausdrucken darf, 5,2 Mio. Euro zusammenkommen. Nicht schlecht! Apropos, die Nutzung des E-Banking wird gesondert verrechnet.

Klar werden im E-Commerce zusätzliche Leistungen auch extra verrechnet, das ist auch legitim. Nur: Wenn Sie das tun, dann sollte sich dahinter tatsächlich eine Leistung verbergen, die der Kunden auch als Mehrwert erkennt. Das ist wahrscheinlich eine der Grundregeln der Digitalisierung, die die Bank Austria nicht verstanden hat!

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