Es ist der 7. Jänner, während viele Österreicher noch ihren Urlaub genießen, treffen wir Dr. Josef Taus in den Büros der MTB Beteiligungen AG in Wien. Der Unternehmer ist mit seinen knapp 83 Jahren beruflich nach wie vor sehr aktiv und steuert unter anderem die Geschicke der MTB-Gruppe, die mittlerweile 5.700 Mitarbeiter beschäftigt – die Hälfte davon in Deutschland. Die börsennotierte Unternehmensgruppe erzielt einen Jahresumsatz von rund 800 Millionen. Unter diesem Dach befindet sich eine ganze Reihe von mittelständischen Unternehmen aus dem Handel, dem Bereich der Park- und Zutrittssysteme sowie dem Werkzeugmaschinenbau und dem Software und System Engineering. Die in Österreich bekanntesten Marken aus dem Konglomerat sind die Handelsunternehmen Libro und Pagro.
Tief in der Materie
Der Anlass für unseren Besuch gilt aber den Aktivitäten von Dr. Taus im Bereich der Druckbranche, die er gemeinsam mit dem Agrarverlag in der HAV Holding geparkt und mit der Übernahme der Grasl Druck im letzten Jahr weiter ausgebaut hat. Schon nach wenigen Minuten ist klar, dass Dr. Taus auch im Druckbereich sehr tief in der Materie steckt und in alle strategischen Entscheidungen eingebunden ist. Durch den Zusammenschluss der Bogenoffsetbetriebe AV+Astoria, Agensketterl und Grasl Druck ist ein Unternehmensverbund entstanden, der es auf einen Jahresumsatz von 45 Millionen Euro bringt. Was nach den Worten von Dr. Taus eine interessante Größenordnung darstelle, um sich in dem aktuellen Marktumfeld weiterhin zu behaupten.
Neue Konzepte sind gefragt
Die Branche leide seit Jahren unter der rasant fortschreitenden Digitalisierung, was eine Expansions- und Wachstumspolitik nicht gerade erleichtere. Die anhaltende Konsolidierung im In- und Ausland sei nach den Worten von Dr. Taus ein eindeutiges Zeichen dafür, dass heute neue unternehmerische Konzepte in der Druckbranche benötigt werden. Auf die Frage, in welche Richtung das gehen könnte, wollte er nicht näher eingehen und meinte nur: „Wir stecken gerade selbst mitten in dem Konsolidierungsprozess.“
Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Graphischen Revue 1/2016