Automatisierung erlebbar gemacht

Vom 27. bis 29. September lud die Horizon GmbH zum Finishing First 2022 Event in Quickborn ein. Dem Ruf folgten rund 130 deutsche und internationale Gäste, europäische Horizon-Händler sowie Technologie-Partner. Die Bilanz: Es gibt gute Chancen für die Druckindustrie.

Finishing First

Das Event »Finishing First« wurde zuletzt 2019 durchgeführt. Bereits damals zeigte das Event seine Stärken im Vernetzen von Menschen. In diesem Jahr stand das Thema Automatisierung im Fokus, welches eindrucksvoll durch Fachvorträge von Experten und Podiumsdiskussionen unterstrichen wurde. Den Besucher*innen wurde damit viel Raum zur Inspiration geboten. Es ging also um mehr als nur Maschinenneuheiten, auch wenn diese es in sich hatten.

Jede Menge Highlights
An allen drei Tagen konnten die Gäste den neuen iCE StitchLiner Mark V erleben, der Broschüren von der Rolle produziert und dabei eine außerordentliche Qualität und Geschwindigkeit (bis zu 6.000 Broschüren/h, 12.000 im Doppelnutzen) an den Tag legt. Besonders hervorzuheben ist der optionale Umschlaganleger: Er erlaubt die Zuführung von sechs- und achtseitigen Umschlägen oder das Einschießen von Bögen an jeder beliebigen Position in der Broschüre. Sowohl die Inhalte als auch die Bögen aus dem Umschlaganleger werden vor dem Heften einzeln gerillt und gefalzt, um eine einwandfreie Qualität zu gewährleisten. In Kooperation mit Freise Automation konnte Horizon eine erste Technologiestudie in Verbindung mit dem System präsentieren: einen Kartonier-Roboter. Er verpackt die gehefteten und banderolierten Broschüren in Kartons, um das Handling nach der Produktion zu vereinfachen.

Bereit für Hardcover
Auch aus dem Bereich Klebebinden und Schneiden meldete Horizon eine lang erwartete Neuheit. Die drei Zusatzaggregate für den 4-Zangen-Klebebinder BQ-500, die dem System die Möglichkeit verleihen, sowohl Softcover-Bücher zu produzieren als auch Hardcover-Bücher vorzubereiten. Im Klartext heißt das: Die Lösung verfügt über einen Vorsatzanleger (ESF-1000), einen Buchblockanleger (LBF-500) und eine Gaze-Einheit (GF-500). Gezeigt wurde das Case Binding Preparation System mit einem Abroller und Querschneider von Tecnau sowie mehreren Roboterarm-Systemen, um beispielsweise die fertigen Bücher auf Paletten abzustapeln.

 

Horizon-FinishingFirst_01_HP
Horizon-FinishingFirst_Willkommensrede_Timm-Edelhoff_Geschftsfhrer_HP
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Horizon-FinishingFirst_iCE-LiNK_HP
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Vernetzung und automatisierte Workflows für mehr Effizienz
Doch bei dem Event stand nicht nur Hardware im Fokus. Auch im Bereich Software gab es einiges zu sehen: Verbunden mit dem cloudbasierten Workflow-Service iCE LiNK, entsteht rund um die Horizon-Maschinen eine vollständig vernetzte Arbeitsumgebung. Auf diese Weise können Produktionsabläufe in Echtzeit überwacht, analysiert, visualisiert und somit noch effizienter gestaltet werden.

Für den optimalen Workflow von der Druckvorstufe bis zur Weiterverarbeitung sorgte Kooperationspartner Impressed: Mithilfe der Ultimate Bindery des Herstellers Ultimate Technographics kann jeder ausgeschossene JDF-Auftrag übernommen und mit allen notwendigen Parametern für die automatische Einrichtung von Endverarbeitungssystemen versehen werden. Um die Weiterverarbeitungsmaschinen anzusteuern, ist jedoch ein Bindeglied vonnöten: als Schnittstelle dient der von der Impressed GmbH entwickelte Impressed Workflow Server (IWS). Hierbei handelt es sich um eine PDF-Workflowlösung, die in Kombination mit Ultimate Bindery die direkte Übergabe der Steuerdateien an die Horizon-Maschinen ermöglicht und somit einen durchgängigen Workflow gewährleistet. Um die Prozesssicherheit und -effizienz nochmals zu steigern, arbeiten Horizon und Impressed an einer Anbindung von iCE LiNK an IWS.

Der Trend zeigt in Richtung Automatisierung
Was technisch möglich ist, hat Horizon bei Finishing First 2022 eindrucksvoll gezeigt. Dass dies keine Zukunftsvision mehr ist, sondern heute schon Anwendung findet, davon konnten sich die Besucher unter anderem bei den Podiumsdiskussionen überzeugen. Mit Sven Binder (zuletzt tätig bei sendmoments GmbH), Tilmann Wild (August Faller KG) und Conrad Fischer (Die Pharmadrucker GmbH) standen interessante Gesprächspartner auf der Bühne und berichteten von ihren Erfahrungen mit dem Thema Automatisierung. Das einhellige Fazit: An diesem Thema kommt keiner vorbei, der sich auch in Zukunft als Teil der Branche sieht. Denn der Fachkräftemangel zeigt sich besonders in der Druckindustrie als harte Herausforderung.

Kunden sehen Chancen
Auch wenn Unternehmen aktuell viele Hindernisse gleichzeitig zu überwinden haben, konnte Finishing First durch die Präsentation neuer Lösungen Wege aufzeigen, diese erfolgreich zu meistern. Die Branche ist stets im Wandel und Erfolg wird nicht nur durch Maschinen bestimmt. Es kommt auch auf ein Umdenken bei der Unternehmensausrichtung an. Wer diese Chance rechtzeitig ergreift, kann den Wandel aktiv mitgestalten.

Im nächsten Jahr wird Horizon weiter an seinem Event festhalten, um Menschen zusammenzubringen, den Austausch zu fördern und zur Diskussion anzuregen. Denn Finishing First möchte auch 2023 vor allem eines: Menschen miteinander verbinden.

www.horizon.de

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