KBA hat die Wende geschafft

Der Konzern machte bei einem Umsatz von 1,1 Milliarden Euro unter dem Strich einen Gewinn von 0,3 Millionen Euro. Das ist zwar nicht viel, aber angesichts des schwierigen Branchenumfelds doch eine positive Nachricht. Ähnlich wird dies auch von den Aktienmärkten gesehen, so konnte die Aktie seit Januar ihren Wert um 50 Prozent steigern.

Im Vorjahr hatte KBA bei ähnlich hohem Umsatz noch einen Verlust von mehr als 153 Millionen Euro verbucht. Damals hatten die Restrukturierungsmaßnahmen die Bilanz belastet. Claus Bolza-Schünemann, Vorstandsvorsitzender dazu: „Beim umfassendsten Restrukturierungsprojekt unserer jüngeren Unternehmensgeschichte sind wir in den ersten zwölf Monaten zügig vorangekommen und können uns früher als erwartet über positive Ergebnisse freuen.“

Während die Erlöse mit Bogenmaschinen auch durch das dynamische Blechdruckgeschäft um 3,3 % auf 590,6 Mio. € stiegen, sank der Umsatz mit Rollen- und Sondermaschinen um 3,5 % auf 509,5 Mio. €. Die geringeren Erlöse in diesem Bereich konnten teilweise durch die erstmalige Konsolidierung der KBA-Kammann und KBA-Flexotecnica über die volle Berichtsperiode kompensiert werden.. Leicht gewachsen ist die im Kennzeichnungsdruck tätige KBA-Metronic. Einen Umsatzbeitrag leistete auch das Geschäftsfeld Digitaldruck mit der ersten an einen deutschen Dekordrucker gelieferten KBA RotaJET 168.

Ausblick 2015
Angesichts der vielen Unwägbarkeiten für die Weltwirtschaft unterstellt KBA für 2015 kein generelles Wachstum des Druckmaschinenmarktes. Wachstumspotenzial sieht das Management vor allem im Digital- und Verpackungsdruck. Dabei will sich KBA im Digitaldruck verstärkt auf Anwendungen mit anspruchsvollen Materialien und großen Bedruckstoffbreiten konzentrieren. Dafür wurden im Berichtsjahr mit der RotaJET L und RotaJET VL flexible Plattformen geschaffen. Darüber hinaus erwartet das Unternehmen positive Impulse von der Partnerschaft mit Hewlett Packard bei der gemeinsamen Entwicklung einer Inkjet-Anlage für den digitalen Wellpappendruck.

Im Wachstumssegment Verpackung ist die KBA-Gruppe bereits gut aufgestellt und im Kartonagen-, Blech- und Glas-Direktdruck führend. Die Integration der im Markt für flexible Verpackungen tätigen KBA-Flexotecnica soll 2015 massiv vorangetrieben werden. KBA-Kammann konzentriert sich auf Anlagen zur Dekoration von Premium-Hohlkörpern und kooperiert mit KBA-MePrint bei einer Neuentwicklung für den Druck hochwertiger Etiketten. Die im Kennzeichnungsdruck engagierte KBA-Metronic will in Asien weiter wachsen. Zudem will der Konzern den profitablen Service- und Handelsumsatz weiter steigern.

Bei einigermaßen stabilen Rahmenbedingungen strebt der Vorstand im Geschäftsjahr 2015 einen Konzernumsatz von gut 1 Mrd. € an und erwartet gegenüber 2014 eine Ergebnisverbesserung auf eine EBT-Marge von bis zu 2 % vom Umsatz. 

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