Bücher dümpeln auf den Ozeanen

Die südkoreanische Reederei Hanjin ist pleite und hat nach Angaben des Handelsblatt bereits Ende August Insolvenzverwaltung beantragt. Banken lassen die hochverschuldete Reederei offenbar auf Grund laufen. Wie die gesamte Branche hat auch die siebtgrößte Reederei der Welt aufgrund des nachlassenden Welthandels mit Überkapazitäten zu kämpfen und muss Schiffsladungen mit hohen Preisnachlässen verkaufen. Na und?, mag man im ersten Moment denken.

Die Insolvenz hat aber offenbar erheblichen Einfluss auf den globalen Warenverkehr. Nach einem Bericht der FAZ dümpeln Waren im Wert von rund 12 Mrd. € auf den Ozeanen und erreichen die Empfänger nicht, weil die Containerschiffe von Hanjin die Häfen nicht mehr anlaufen dürfen – aus Angst, sie könnten die Liegekosten nicht bezahlen. Mit an Bord der etwa 500.000 Container sind auch Bücher. Vor der Buchmesse und vor allem dem Weihnachtsgeschäft hat das auch Auswirkungen auf den Buchmarkt, selbst wenn viele Verlage sagen, an Bord befänden sich nur Kleinmengen.
Dennoch: Weil viele Verlage aus Kostengründen in Asien drucken lassen, sind sie auch von der Insolvenz der Großreederei betroffen. Zahlreiche Bücher werden wohl nicht rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft kommen.

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