Kodak beendet Insolvenzverfahren

Eastman Kodak hat vom zuständigen Insolvenzgericht grünes Licht für seinen Plan erhalten, sein Konkursverfahren bis Anfang September abzuschließen. Es will sich als schlanker aufgestelltes Unternehmen künftig auf den Geschäftsbereich Digital Imaging konzentrieren.

Der Vorstandsvorsitzende Antonio Perez kommentierte dazu: “Wir werden wachsende gewerbliche Imaging-Märkte – wie Werbedruck, Verpackung, Funktionsdruck und professionelle Services –, mit einer schlankeren Struktur und einer besseren Bilanz, bedienen.” Zwar seien noch einige zusätzliche Transaktionsschritte durchzuführen, um die Restrukturierung nach Chapter 11 abzuschließen, aber mit der Entscheidung des Gerichts stehe ein Ende des Verfahrens unmittelbar bevor.

Kodak hatte im Januar 2012 Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-Insolvenzrechts beantragt. Zu diesem Zeitpunkt bezifferte das Traditionsunternehmen seine Verbindlichkeiten auf 6,75 Milliarden Dollar und seine Vermögenswerte auf 5,1 Milliarden Dollar. Seine finanziellen Probleme begründete es mit hohen Pensionskosten und einer veränderten Verbrauchernachfrage hin zu Digital Imaging.

Im Rahmen des Konkursverfahrens hatte Kodak einen Kredit über 950 Millionen Dollar unter anderem von CitiGroup erhalten, damit es sein Geschäft fortführen konnte. Dieser sah als Bedingung den Verkauf geistigen Eigentums vor. Im Januar teilte Kodak mit, 1100 Imaging-Patente für 527 Millionen Dollar an ein Industriekonsortium verkauft zu haben. Außerdem strich Kodak tausende Stellen und schloss ein Markenabkommen mit JK Imaging. Dieses vertreibt künftig Kameras und Projektoren der Marke Kodak.

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