IST Metz: Schwierige Marktlage zwingt zum Stellenabbau

Der UV-Anlagenbauer IST Metz GmbH muss mit einer Personalanpassung auf die Marktumstände reagieren. Bis zu einem Drittel der 340 Arbeitsplätze im deutschen Nürtingen werden abgebaut.

Stellenabbau

Covid-19 und die daraus resultierende Wirtschaftskrise hat den Maschinen- und Anlagenbau in den vergangenen Monaten schwer belastet. In der Druckmaschinenindustrie ist derzeit kein Anzeichen für eine grundlegende Besserung zu erkennen. „Wir haben in den letzten Monaten die Situation genau beobachtet und stufenweise die erforderlichen Maßnahmen zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit ergriffen. Strukturelle Anpassungen durch einen Stellenabbau sind nun aber unvermeidbar, um die Ertragssituation unseres Unternehmens nachhaltig zu sichern“, so CEO Christian-Marius Metz. Durch den starken Auftragsrückgang fallen nun abteilungsübergreifend bis zu einem Drittel dem Stellenabbau in Nürtingen zum Opfer.

Unausweichliche Maßnahme
Die Prognosen für die mittelfristige Zukunft erfordern jedoch ein entschlossenes Handeln, denn die Strukturkrise wird weiter anhalten. „Wenn der weltweite Bedarf an Druckmaschinen massiv einbricht, kann ein Zulieferbetrieb noch so gut aufgestellt sein. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem man seine Kapazitäten den Marktgegebenheiten anpassen muss“, erklärt Christian-Marius Metz die schwere Entscheidung.

Im Zuge der Unternehmensorganisation haben die beiden Geschäftsführer Holger Kühn (Vertrieb) und Dr. Robert Sänger (Technik) zum 31.07.2020 ihre Ämter als Geschäftsführer niedergelegt. Beide werden künftig innerhalb des Unternehmens wichtige Schlüsselpositionen übernehmen und zur Zukunftssicherung der IST Metz GmbH beitragen. Um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu stärken, wird IST weiter in den Vertrieb und die eigene Innovationskraft investieren. Die positiven Effekte werden sich jedoch erst mittelfristig einstellen. „Neben allen schmerzlichen Einschnitten gilt es, Marktfelder mit weiterhin guter Zukunftsprognose noch intensiver zu bearbeiten und neue Chancen zu nutzen, die sich auch durch die Corona-Krise ergeben“, ergänzt Metz. So verfügt IST Metz beispielsweise bereits heute über die Technologie, potenziell virenbelastete Aerosole in frequentieren Räumen, wie zum Beispiel Klassenzimmern, Arztpraxen oder auch Bars und Restaurants, innerhalb von Sekunden unschädlich zu machen.

www.ist-uv.de/de/

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