Am 6. Mai trafen sich junge Führungskräfte aus der Druckindustrie in Wien, um den Austausch und die Vernetzung unter den Teilnehmer*innen in der Region Zentral- und Osteuropa sowie Asien zu fördern. Sie tauschten Perspektiven aus, teilten Erfahrungen und diskutierten offen darüber, was Verantwortung, Führung und Innovation für sie bedeutet. Das österreichische Parlament als Austragungsort verlieh der Veranstaltung einen besonderen Rahmen – der Ort, an dem Dialogfähigkeit hochgehalten wird. Die Teilnehmer*innen kamen aus der Schweiz, Österreich, Tschechien, Ungarn, der Türkei, Georgien und sogar aus Kasachstan und China.
Offener Austausch
Roland Spatt, Head of Region Eastern Europe bei Heidelberg, über das Treffen: »Wir sehen einen Beratungsbedarf in der Nachfolgeregelung in der Druckindustrie, die sehr stark von Familienunternehmen geprägt ist. Deshalb sind wir auch eine Kooperation mit der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien und hier im Speziellen mit Prof. Dr. Reinhard Prügl eingegangen, der das Institut für Familienunternehmen leitet. Darüber hinaus wollen wir von der Nachfolgegeneration ein Feedback bekommen, wie sie Heidelberg als Unternehmen wahrnimmt und wie sie unsere aktuelle strategische Ausrichtung bewertet.«
Next Generation treibt Digitalisierung und Nachhaltigkeit voran
Prof. Prügl ging in seiner Keynote unter anderem darauf ein, dass Familienunternehmen generationsübergreifend denken und über die Jahre gelernt haben, mit Herausforderungen sehr gut umzugehen. Die aktuelle Next Generation treibe die Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit voran und sei offen für Innovationen. Am zweiten Tag standen Themen wie die Digitalstrategie von Heidelberg, das Potenzial von künstlicher Intelligenz in der Druckindustrie, das Geschäftsmodell von Canvas, die Abgrenzung zwischen Digital- und Offsettechnik sowie Strategien für den Verpackungsdruck wie die Nutzung von Social Media als Sales-Tool auf dem Programm.
Aus den Statements der Teilnehmer*innen wird deutlich, dass das Format bei der Next Generation sehr gut ankommt. Ioannis Arvanitidis von Pressious Arvanitidis aus Griechenland war schon auf mehreren Veranstaltungen von Heidelberg und schätzt den offenen Austausch über neue Ideen und Geschäftsmodelle mit internationalen Kolleg*innen. Für Eva Dojáčková von TISKAP s.r.o. aus Tschechien war der Event optimal auf die aktuellen Themen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Innovation abgestimmt. Der Austausch mit Personen, die sich in einer ähnlichen Position befinden, war spannend und sie hat daraus wertvolle Impulse für sich mitgenommen. Andreas Schmid von Schmid-Fehr aus der Schweiz interessierte vor allem der internationale Austausch, um zu erfahren, wie in anderen Ländern das Nachfolgethema gelöst wird und ob es andere Ansätze dafür gibt. Für Mario Kunesch von der Industriebuchbinderei Kunesch aus Österreich stand neben dem Netzwerken die Frage im Raum, wie sich Heidelberg in Zukunft strategisch aufstellt. Die Vorträge, die Gespräche, der offene Austausch und die gemeinsamen Learnings machten den Event für die Teilnehmer*innen zu einer wertvollen Plattform.