Pionierarbeit im Digitaldruck

Was mit einer scheinbar harmlosen Frage begann, entwickelte sich für Novaconcept Schorsch zu einer wegweisenden Entscheidung. Im Gespräch mit einem Großkunden ging es ursprünglich um gedruckte Bedienungsanleitungen. Der zentrale Wunsch: möglichst flexibel produzieren, Lagerkosten vermeiden und dennoch eine Qualität erreichen, die dem Offsetdruck in nichts nachsteht.

Novaconcept Schorsch
V.l.: Martin Leikam, Produktionsleiter, Novaconcept Schorsch; Tim Wartenberg, Account Manager, General Commercial Printing, HP Deutschland; Corinna Schorsch, Geschäftsführerin, Novaconcept Schorsch; Konstantin Kunert, Operator, Novaconcept Schorsch

Gefordert waren aktuelle Inhalte, auch in kleinen Auflagen verfügbar, jederzeit anpassbar – ohne Abstriche bei der Qualität. Für Novaconcept Schorsch war klar, dass dies ein Umdenken hinsichtlich der eingesetzten Drucktechnologie erforderte. Der entscheidende Impuls führte zurück ins Jahr 1995, wo erstmalig eine Indigo-Druckmaschine auf der drupa vorgestellt wurde. In einer Zeit, in der Digitaldruck häufig mit Kompromissen verbunden war, zeigte Indigo ein neues Verfahren: Digitaldruck mit Flüssigtoner. Das Druckbild überzeugte durch eine bis dahin nicht gekannte Qualität, die dem Offsetdruck sehr ähnlich war, und eröffnete neue Perspektiven für hochwertige, flexible Produktionen. 

Ende der 1990er Jahre entschied sich Novaconcept Schorsch für diese Technologie und investierte in ihre erste Indigo Druckmaschine. Damit gehörte das Unternehmen zu den frühen Anbietern von Digitaldruck in Deutschland. Begleitet und vorangetrieben wurde dieser Schritt von Claus Peter Schorsch, der das Unternehmen zu dieser Zeit als Geschäftsführer führte und die strategische Weiterentwicklung von Novaconcept prägte. 

Maßgeblich war auch damals schon der Austausch mit dem Vertrieb: »Schon damals hatten wir Ansprechpartner bei Indigo, die nicht einfach Maschinen verkaufen wollten, sondern unsere Anforderungen wirklich verstanden haben«, so Corinna Schorsch, Geschäftsführerin von Novaconcept Schorsch. Nach der Übernahme von Indigo durch HP im Jahr 2002 entwickelte sich das Kulmbacher Unternehmen konsequent weiter. Über viele Jahre kamen unterschiedliche Maschinengenerationen zum Einsatz, jeweils angepasst an neue Anforderungen und Anwendungen. Ziel war es immer, Qualität, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit miteinander zu verbinden. 

Digitaldruck als Antwort auf Kundenanforderungen 
Die ursprüngliche Kundenfrage nach geringerer Lagerhaltung ließ sich mit dem Digitaldruck sehr gut beantworten. Bedienungsanleitungen können heute bedarfsgerecht produziert werden – in variablen Stückzahlen, ohne lange Vorlaufzeiten und ohne umfangreiche Lagerbestände. Änderungen lassen sich kurzfristig umsetzen, Inhalte bleiben aktuell und die Druckqualität sucht ihresgleichen.

Die jüngste Investition des Unternehmens ist eine HP Indigo 7K. Die Druckmaschine steht beispielhaft für die heutige Leistungsfähigkeit des Digitaldrucks. Im Format SRA3+ bietet sie eine außergewöhnlich große Substratvielfalt und verarbeitet Materialien bis zu einer Stärke von 550 Mikrometern. Darüber hinaus ermöglicht sie den Einsatz zahlreicher Spezialfarben, darunter Silber, Weiß, Sicherheitsfarben sowie Farben für Scratch-off-Anwendungen. Auch Anwendungen wie der Textildruck im Thermotransferverfahren lassen sich realisieren. 

Erfahrung aus fast drei Jahrzehnten Digitaldruck 
Für Corinna Schorsch ist der Blick zurück eindeutig: »Wir haben uns sehr früh für eine Technologie entschieden, die damals noch nicht selbstverständlich war. Heute kann ich mit voller Überzeugung sagen: Diese Entscheidung hat unser Unternehmen geprägt und uns genau die Flexibilität gegeben, die unsere Kunden bis heute schätzen. Darauf bin ich sehr stolz.«

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