Neue Spitze für Konica Minolta

Johannes Bischof scheidet mit sofortiger Wirkung aus der Geschäftsführung von Konica Minolta Business Solutions in Deutschland und Österreich aus. Im folgt Joerg Hartmann, der seit einem Jahr als Chief Operations Officer (COO) für das Unternehmen tätig ist.

Joerg Hartmann

An der Art und Weise wie die Pressemeldung über den Abgang von Johannes Bischof, dem bisherigen Leiter des Cluster West der Konica Minolta Business Solutions, hat für Verwunderung gesorgt. Im Original ist zu lesen: „Bei Konica Minolta Business Solutions wird in Deutschland und Österreich mit sofortiger Wirkung ein Wechsel in der Geschäftsführung stattfinden. Johannes Bischof, bisheriger Geschäftsführer der beiden Landesorganisationen, wird das Unternehmen verlassen.“ Normalerweise wird von einer einvernehmlichen Lösung gesprochen und zumindest ein Dank für das langjährige Engagement ausgesprochen. Davon ist in der Pressemeldung nichts zu Lesen.

Konica Minolta wollte auf Nachfrage der Graphischen Revue auf die Hintergründe, die zum sofortigen Wechsel in der Geschäftsführung geführt haben, nicht näher eingehen. Viel mehr blicke man optimistisch in die Zukunft und freue sich auf die Übernahme der Geschäftsführung der Konica Minolta Business Solutions in Deutschland und Österreich durch Joerg Hartmann. „Die in der Vergangenheit begonnene strategische Ausrichtung von Konica Minolta als Services Provider werden wir weiter ausbauen und die digitale Transformation des Unternehmens deutlich intensivieren“, betont der neue Geschäftsführer.

Das Umfeld ist für Konica Minolta, wie für alle anderen Marktbegleiter auch, durchwegs herausfordern. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres von Konica Minolta (bis 31. März 2020) fiel der weltweite Umsatz um rund vier Prozent auf 497 Milliarden Yen (rund 4,1 Milliarden Euro). Gleichzeitig stürzte die operative Gewinnmarge von 6,7 auf knapp 1,1 Prozent ab. Die Digitalisierung und das damit verbundene rückläufige Druckvolumen macht dem Unternehmen zu schaffen, dafür könne man Johannes Bischof nicht verantwortlich machen, so ein Insider gegenüber der Graphischen Revue. Jetzt gelte es das Unternehmen so umzugestalten, das es kundenorientierter und vor allem agiler und schneller werde.

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