Mittendrin in der digitalen Transformation

Die Begleitung der Unternehmen und nicht die Technologie sei die eigentliche Herausforderung bei der Umsetzung der digitalen Transformation, so Michael Raberger, Geschäftsführer Ricoh Austria. Wie das Unternehmen dies in der Praxis umsetzt und welche Entwicklungen anstehen, hat er uns gemeinsam mit Wolfgang Haas, Sales Director Commercial & Industrial Printing, geschildert.

Michael Raberger
Michael Raberger, Geschäftsführer Ricoh Austria

Graphische Revue: Wie stellt sich Ricoh den Herausforderungen der digitalen Transformation?
Michael Raberger: Wir erleben die Auswirkungen der digitalen Transformation und versuchen sie aktiv zu gestalten. Da geht es nicht nur um Technologie, sondern vielmehr darum, den Kunden im Transformationsprozess zu begleiten. Die digitale Transformation hat nicht erst 2018 begonnen, sondern wir stecken mittendrin. Die Menschen haben ja eigentlich alles, was sie brauchen, um digital zu arbeiten. Allein die Fähigkeiten, mit den digitalen Werkzeugen umzugehen, sind limitiert. Weil die Kunden oft nicht begleitet werden, findet die Transformation nicht statt.
Bei vielen großen Projekten, die wir in den letzten Monaten gewonnen haben, geht es um die Begleitung des Transformationsprozesses. Projekte scheitert nicht an der Technologie, sondern weil es die Industrie nicht schafft, die Kunden in die Lage zu versetzen, sie zu ihrem Vorteil zu nutzen. Das ist die Herausforderung der digitalen Transformation und nicht die IT.

Wolfgang Haas: Die digitale Transformation ist ein Muss, um die Effizienz zu steigern, da kommt keiner daran vorbei. Wenn wir über den Bereich Commercial & Industrial Printing (CIP) sprechen, dann geht es im Wesentlichen um den Umstieg vom Offset- auf den Digitaldruck. Hier helfen wir als Ricoh unseren Kunden, die gesamten Prozesse und Abläufe umzustellen. Wobei wir in Österreich schon eine gewisse Zurückhaltung verspüren, da viele Unternehmer Angst haben, sich für die falsche Technologie zu entscheiden. Gehe ich in Richtung Toner oder Tinte? Ist Inkjet in der aktuellen Form überhaupt das Richtige, oder gibt es in ein paar Monaten eine vollkommen neue Lösung?

Welche Rolle spielt gedruckte Kommunikation in der langfristigen Strategie von Ricoh?
Michael Raberger: Eines unserer zentralen Geschäftsfelder ist CIP. Hier investieren wir beachtliche Mittel und rechnen mit wachsenden Umsätzen durch die Transformation vom Offset- zum Digitaldruck. Aber auch Anwendungen aus dem industriellen Umfeld sollen zum anhaltenden Wachstumskurs beitragen.
Das neue Kerngeschäft im digitalen Kontext passiert bei Ricoh im Office-Services-Bereich. Wir unterstützen dort immer weniger physische Dokumentenzyklen, sondern setzen gleich rein digitale Prozesse auf. Was heute Office Printing ist, wird zu Office Services und das, was bislang Production Printing hieß, wird jetzt zu Commercial & Industrial Printing (CIP). Neben der reinen Offset-/Digitaldruck-Transformation sehen wir Wachstumsmärkte etwa im Large-Format-Druck sowie dem Display- und 3D-Druck. Und die brauchen wir auch, denn die Umsätze im Office Printing sinken in ganz Europa jährlich um 5 bis 7 Prozent.

Lässt sich der Rückgang durch den CIP-Bereich kompensieren?
Michael Raberger: Nein, und wir sehen in diesem Bereich im ersten Halbjahr unseres Geschäftsjahres (endet 31. März 2019) einen schleppenden Verlauf. Erfahrungsgemäß werden viele Investitionsentscheidungen in die zweite Jahreshälfte verlegt. Wir werden sehen, ob sie hält, was sie verspricht.

Das vollständige Interview lesen Sie in der Ausgabe 6/2018 der Graphischen Revue!

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