Ikea stellt seinen Katalog ein

Die Entscheidung, den Katalog nicht weiterzuführen, fiel im Zuge der derzeit laufenden Transformation bei Ikea zur verstärkten digitalen Kundenkommunikation.

Katalog

So ist laut Unternehmensangaben alleine im vergangenen Jahr der Onlinehandel weltweit um 45 Prozent gewachsen, die Webseite www.ikea.com verzeichnete mehr als vier Milliarden Besucher. Gleichzeitig hat Ikea den Bereich digitaler Services ausgebaut und neue Apps entwickelt, um den Kunden ein besseres Einkaufserlebnis zu bieten. Der Ikea Katalog hat sich in den vergangenen 70 Jahren zu einem wichtigen Erfolgsfaktor für das Unternehmen entwickelt. Denn er erreicht viele Menschen auf der ganzen Welt und inspiriert seit jeher mit erschwinglichen Einrichtungslösungen sowie Tipps und Ideen für ein besseres Zuhause. Im auflagenstärksten Jahr wurden 200 Millionen Exemplare des Katalogs in 69 verschiedenen Versionen und 32 Sprachen in über 50 Ländern vertrieben.

Kundenansprache hat sich geändert
Das Kundenverhalten und der Medienkonsum haben sich laut Ikea gewandelt und der Katalog wurde immer weniger genutzt. Aus diesem Grund hat die weltweite Franchisegeberin Inter Ikea Systems B.V. die Entscheidung getroffen, den Katalog einzustellen. „Die Art und Weise, wie wir unsere Kunden ansprechen und mit ihnen interagieren, hat sich bereits in vielerlei Hinsicht geändert, und wir werden weiterhin nach neuen Wegen suchen, um unser Einrichtungswissen, unsere Produkte und Lösungen bestmöglich zu verbreiten. Wir möchten die Menschen mit neuen Möglichkeiten, Kanälen und Formaten inspirieren“, so Konrad Grüss, Managing Director Inter Ikea Systems B.V.

Im vergangenen Jahr ist der Onlinehandel bei IKEA weltweit um 45 Prozent gewachsen, die Webseite www.ikea.com verzeichnete mehr als vier Milliarden Besucher. Wobei Ikea schon in den letzten Jahren die Auflagenhöhe reduziert hat und versucht hat neue Vertriebsformen zu etabliert. Alleine in Österreich beliefen sich die Distributionskosten für den Versand des Katalog im Jahr 2019 bei einer Auflage von 1,9 Millionen Exemplaren auf 750.000 €. Von 2019 auf 2020 reduzierte man die weltweiten Gesamtauflagen von 185 Mio. Stück um ein Drittel. Schon damals hieß es man befindet sich in einer Evaluierungsphase und man werde in drei Jahren entscheiden, in welche Richtung es gehe. Die Corona-Krise hat anscheinend in Entscheidung beschleunigt. Die Papierindustrie verliert auf Basis der Zahlen von 2020 eine Produktionsvolumen von über 50’000 Tonnen und für den internationalen Rollentief- und offsetdruck ist es eine schwere Zäsur.

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