Ikea setzt in Österreich verstärkt auf digitalen Katalog

Jedes Jahr Ende August flatterte der Ikea-Katalog ins Haus. Der schwedische Möbelhersteller rückt von diesem über Jahre hinweg eingespielten Ritual ab und setzt verstärkt auf einen digitalen Katalog. Kunden, die auf das haptische Erlebnis des gedruckten Katalogs nicht verzichten wollen, können ihn über die Homepage bestellen oder ihn bei einem Besuch eines der Einrichtungshäuser mitnehmen.

digitalen Katalog

„Immer mehr – und nicht nur jüngere – Kunden suchen IKEA Produkte und Inspiration in erster Linie online“, beschreibt die Katalogverantwortliche von IKEA Österreich, Ruth-Emily Eckrieder die aktuelle Situation. An der Entwicklung der Besucherzahlen der IKEA Website IKEA.at kann man das gut festmachen: Nach 24 Millionen Websitebesuchern vor fünf Jahren werden es heuer schon gut 33 Millionen sein – die vor allem mobile Endgeräte verwenden.

„Daher werden wir heuer erstmals in Österreich den Katalog nicht verteilen“, betont Ruth-Emily Eckrieder: „Wir setzen voll auf die digitale Version, aus der man schnell und unkompliziert bestellen kann.“ Man klickt auf den Preis und man landet sofort im Online-Shop. Zuletzt hat IKEA in Österreich an die 1,9 Millionen Kataloge verteilt. Vor allem die Distributionskosten sind hier ins Geld gegangen – schätzungsweise 750.000 € wurde dafür ausgegeben. Bereits im letzten Jahr hat Ikea nach alternativen Vertriebswegen gesucht. Damals hieß es man befindet sich in einer Evaluierungsphase und man werde in drei Jahren entscheiden, in welche Richtung analoge und digitale Züge fahren. Jetzt scheint es, dass der digitale Zug das Rennen macht.

Wobei es auch nach wie vor Länder gibt. wie etwa Deutschland, die auf die kostenlose Verteilung und breite Streuung des Kataloges setzen. In Deutschland werden auch in diesem Jahr 20,5 Millionen Kataloge verteilt. Die weltweite Druckauflage ist jedoch signifikant zurückgegangen. Der IKEA Katalog 2019 erschien weltweit noch in einer Auflage von 185 Millionen Exemplaren, für das Jahr 2020 wurde die Auflage auf 124 Millionen Exemplare reduziert – das entspricht rund einem Drittel.

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