Der Konzernumsatz erhöhte sich leicht von 2,280 Mrd. Euro auf 2,293 Mrd. Euro. Währungsbereinigt lag der Umsatz sogar bei rund 2,362 Mrd. Euro und verdeutlicht die operative Stabilität des Geschäfts. Besonders positiv entwickelte sich das vierte Quartal, in dem mit 619 Mio. Euro der höchste Auftragseingang des Geschäftsjahres erzielt wurde. Dennoch blieb der Auftragseingang mit 2,246 Mrd. Euro unter dem Vorjahreswert von 2,433 Mrd. Euro. Neben der allgemeinen Investitionszurückhaltung wirkten sich negative Währungseffekte von rund 71 Mio. Euro belastend aus.
Die bereinigte EBITDA-Marge sank von 7,1 auf 6,6 Prozent. Ursächlich hierfür waren vorgezogene Investitionen in neue Wachstumsfelder außerhalb des klassischen Druckgeschäfts, insbesondere im Sicherheits- und Verteidigungsbereich. Hinzu kamen Lieferengpässe, steigende Energiekosten, Zölle sowie negative Währungseffekte von rund 20 Mio. Euro auf das EBITDA. Gleichzeitig zeigte sich, dass die eingeleiteten Effizienz- und Strukturmaßnahmen Wirkung entfalten. Die gestraffte Kostenbasis und Fortschritte bei den Personalkosten wirkten den Belastungen entgegen und stärkten die Wettbewerbsfähigkeit.
Das Ergebnis nach Steuern verdreifachte sich von 5 Mio. Euro auf 15 Mio. Euro. Auch das unbereinigte EBITDA verbesserte sich von 137 Mio. Euro auf 145 Mio. Euro. Damit unterstreicht Heidelberg seine Fähigkeit, die Ertragskraft trotz schwieriger Rahmenbedingungen zu steigern. Weniger erfreulich entwickelte sich der Free Cashflow, der von plus 51 Mio. Euro auf minus 19 Mio. Euro zurückging. Dieser Rückgang ist jedoch auch vor dem Hintergrund der Investitionen in neue Geschäftsfelder und den Ausbau der technologischen Diversifikation zu sehen. Positiv hervorzuheben ist die Verbesserung der Eigenkapitalquote von 25 auf 27 Prozent, die die finanzielle Stabilität des Unternehmens stärkt.
Insgesamt zeigen die Zahlen ein Unternehmen im Wandel: Während das traditionelle Druckgeschäft weiterhin stabile Beiträge liefert, sollen neue Aktivitäten in den Bereichen Defense, industrielle Technologien und Elektromobilität künftig zusätzliche Wachstumsimpulse liefern. Für das Geschäftsjahr 2026/2027 erwartet Heidelberg einen stabilen Umsatz und eine spürbare Verbesserung der Profitabilität. Wie es mit der geplanten Kooperation im Großformat-Maschinenbereich mit Manroland Sheetfed weitergehen soll, darauf wollte der Vorstand aktuell nicht weiter eingehen.
