Bereits in den frühen Jahren des Internets setzte er mit seinem Unternehmen FontShop Maßstäbe für den weltweiten Online-Vertrieb von Schriftarten und prägte damit nachhaltig die Infrastruktur des digitalen Type-Designs. Neben seiner Tätigkeit als Schriftgestalter hat Erik Spiekermann mit seinen Firmen MetaDesign und EdenSpiekermann das Erscheinungsbild großer Unternehmen und öffentlicher Institutionen geprägt. Er entwickelte zudem Schriftlösungen für Verkehrssysteme und Medien. Seit vielen Jahren setzt er sich für die Erhaltung der Tradition des klassischen Bleisatzes und für den Buchdruck als einer wichtigen Grundlage der Typografie und Druckkunst ein.
Die Jury begründet ihre Entscheidung für Erik Spiekermann damit, dass er als Vordenker in Sachen Verfügbarkeit von Schriften sowie als Inspirator von Generationen von Typedesignern – und selbst als ein bedeutender Typedesigner – in der Tradition Gutenbergs sowohl in der digitalen als auch in der physisch-haptischen Welt zuhause ist.
Der Präsident der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft in Mainz e.V. und Mainzer Oberbürgermeister Nino Haase: »Wir freuen uns außerordentlich, dass mit Erik Spiekermann ein herausragender Kopf und Pionier für prägende und stilbildende Schriften den Preis erhält. Als Designer und Gestalter arbeitet er international als Maniac für Typographie und wird in seinem Bereich, der offset und digitalen Druck verbindet, als würdiger Nachfolger Johannes Gutenbergs geführt, da er mit seinem Pioniergeist die schwarze Kunst weiterentwickelt hat.«
