Bis zu 40 Arbeitsplätze bei der Gradwohl GmbH »stehen aktuell auf dem Prüfstand«, hieß es. Die Verbindlichkeiten betragen rund 2,6 Millionen Euro, dem stehen liquide Mittel von circa 490.000 Euro gegenüber. Eine Fortführung sei geplant.
Das Unternehmen wurde 1980 gegründet und verfügt über zwei Standorte in Melk und ein Werk in Wimpassing an der Pielach (Bezirk St. Pölten). Bereits 2022 wurde am Landesgericht St. Pölten ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet, das 2023 beendet wurde. Die Teilbereiche Metallbau, Automotive und Offsetdruck wurden geschlossen.
Nach einer anfangs positiven Entwicklung habe der Betrieb im Vorjahr eine rückläufige Nachfrage »bei gleichzeitig massiv steigenden Kosten« verzeichnet, hieß es von Seiten des Unternehmens. Eine zur weiteren Stabilisierung notwendige Finanzierungsrunde habe bisher nicht umgesetzt werden können. Ein Liquiditätsengpass war die Folge.
Situation »äußerst angespannt«
Ziel ist die Fortführung und wirtschaftliche Stabilisierung des Betriebs. »Trotz der schwierigen Lage läuft der Betrieb weiter, und es können alle offenen Kundenaufträge erfüllt werden«, wurde in der Aussendung mitgeteilt. Gläubigern wird laut AKV Europa und KSV1870 eine Quote von 20 Prozent, zahlbar innerhalb von zwei Jahren, angeboten.

