Um Interessenten und Kunden über die neue EU-Entwaldungsverordnung, in Zusammenhang mit den Produkten und Dienstleistungen der Koehler-Gruppe, zu informieren, lud Koehler unter dem Motto „Recyclingpapier – EUDR Ready“ in die Hamburger Location »Alte Druckerei« ein. Jens Kriete, Nachhaltigkeitsmanager der Koehler-Gruppe, sprach in seiner Keynote über die Sorgfaltspflichten, die die Koehler-Gruppe erfüllen muss, um nachzuweisen, dass ihre Frischfaserprodukte entwaldungsfrei sind. Der Vortrag zeigte die Auswirkungen der EUDR auf globale Lieferketten auf. Koehler arbeitet an der Umsetzung aller Anforderungen in Bezug auf die EUDR-Verordnung. Bis zum vierten Quartal werden die bestehenden Prozesse für alle Unternehmensbereiche um die Anforderungen der EUDR ergänzt.
Pia Weißenfeld zeigte in ihrem Vortrag – öko-soziale Grafikdesignerin, Autorin und System Designerin – eindrucksvoll, dass Recyclingpapier weit mehr ist als nur eine Alternative: Es bietet echten Mehrwert für nachhaltige Gestaltung. Ernst Brunbauer, Geschäftsführer von Lenzing Papier, präsentierte neue, niedriggewichtige Papierqualitäten, die das Anwendungsspektrum deutlich erweitern. Sattler Media bestätigte die hervorragende Bedruckbarkeit und Weiterverarbeitung dieser Recyclingpapiere – sowohl im Offset- als auch im Digitaldruck.
Recyclingpapiere von Koehler Paper als EUDR-konforme Alternative
Die neue EU-Regelung zielt darauf ab, eine transparentere Lieferkette zum Schutz der Waldgebiete und der biologischen Vielfalt zu gewährleisten. Diese Ziele hatte bereits die 2013 eingeführte EU-Holzhandels-verordnung EUTR (EU Timber Regulation). Diese Regulierung verpflichtete Koehler bislang dazu, für jeglichen Import in die EU eine Risikobewertung durchzuführen. Mit der EUDR werden diese Anforderungen ab Ende des Jahres wird die Art der Dokumentation genau festgeschrieben. In Zukunft müssen alle Lieferanten der Koehler-Gruppe die genauen Herkünfte ihres Holzes in Form von Geodaten in einer EU-Datenbank dokumentieren. Der thüringische Koehler Paper Standort Greiz, ein Teil der familiengeführten Koehler-Gruppe, bietet Recyclingpapiere, die aus 100 Prozent Sekundärfaserstoffen bestehen. Für sie gilt die EUDR nicht und sie sind somit automatisch ‚EUDR-konform‘ Für diese Produkte entfällt die Pflicht zur Sorgfaltserklärung, da sie keine Rohstoffe aus Forsten-oder Plantagen beziehen.
Einsatz von Recyclingpapieren – Vorteile für Unternehmen und Umwelt
Koehler Paper ist tief in der zirkulären Wertschöpfung verankert: Aus Altpapier wird am Standort Greiz neues Papier – ressourcenschonend, effizient und transparent. Die Lieferkette ist ebenfalls nachvollzieh-bar, aber die Wege sind meist deutlich kürzer. Durch die enge Zusammenarbeit mit zertifizierten Partnern und die kontinuierliche Verbesserung der Material- und Energieeffizienz gewährleistet Koehler Paper eine nachhaltige und sichere Versorgung. Der Einsatz von Recyclingpapieren bietet Unternehmen gleich mehrere Vorteile: Keine Nachweispflicht im Rahmen der EUDR, Rechtssicherheit und reduzierte Bürokratie so-wie Materialeffizienz durch Recycling. »Unsere Recyclingpapiere sind ein klares Bekenntnis zu verantwortungsvollem Wirtschaften – und eine echte Lösung für Unternehmen, die EUDR-konform handeln wollen. Für unseren Standort eröffnen sich durch die neue EU-Entwaldungsverordnung auch neue Marktchancen«, so Udo Hollbach, Geschäftsführer Koehler Paper Standort Greiz.
