Electronics for Imaging (EFI) und Agfa-Gevaert haben eine Vereinbarung über den Zusammenschluss von EFI mit Agfas Geschäftsbereich Digital Printing Solutions (DPS) geschlossen. Eine Tochtergesellschaft des EFI-Investors Siris soll 60 Prozent an dem neuen Unternehmen halten, Agfa die übrigen 40 Prozent. Die operativen Aktivitäten werden unter einer gemeinsamen Führung gebündelt. Der Abschluss steht unter anderem unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen.
EFI und Agfa arbeiten bereits seit 2024 zusammen. Mit dem Zusammenschluss wollen sie ihre Technologien, Produktportfolios sowie Vertriebs- und Servicenetzwerke enger verbinden. Nach Angaben der Unternehmen umfasst das gemeinsame Angebot Drucksysteme, Tinten, Software und Workflows für unterschiedliche industrielle Anwendungen.
EFI bringt unter anderem seine Nozomi-Systeme für den Wellpappendruck, die Vutek-Plattform für den Großformatdruck und die Textildrucklösungen von Reggiani ein. Agfa DPS ergänzt das Portfolio mit Systemen für Displaygrafik, Dekor und Verpackungsanwendungen, darunter Jeti Tauro, Onset Panthera und SpeedSet Orca. Für 2026 erwarten die Unternehmen einen gemeinsamen Umsatz von rund 540 Millionen Euro. Beide verfügen über eine solide Kundenbasis in mehr als 100 Ländern. Neben einem breiteren Angebot versprechen sich die Partner zusätzliche Vertriebsmöglichkeiten, insbesondere durch ihre jeweiligen Stärken in Nordamerika und Europa.
»Durch den Zusammenschluss von Agfa DPS und EFI schaffen wir ein stärkeres Unternehmen mit größerer Reichweite, breiterem Zugang und verbesserten Innovationsfähigkeiten«, sagt Pascal Juéry, CEO von Agfa-Gevaert. EFI-CEO Frank Pennisi bezeichnet den Schritt als Fortsetzung der bisherigen Partnerschaft: »Dieser Zusammenschluss ist ein logischer nächster Schritt, der es uns ermöglicht, auf dieser Dynamik mit einer breiteren Plattform aufzubauen, Innovationen zu beschleunigen und das Lösungsangebot für unsere Kunden im Bereich des industriellen Tintenstrahldrucks zu erweitern.«
