druck.at feiert 25-jähriges Bestehen

druck.at feierte am 21. September mit Gästen aus Politik und Wirtschaft sein 25-jähriges Bestehen. Auch Robert Keane, Gründer, Chairman und CEO des Mutterkonzerns Cimpress, war vor Ort. Am Rande der Veranstaltung hatten wir Gelegenheit, ein kurzes Interview mit ihm zu führen.

Andreas Mößner
V. l. G. Patek, M. Graf, J. Mikl-Leitner, Robert Kean (CEO Cimpress), A. Mößner.

Bei einer Werksführung erhielten die Gäste Einblicke in die Produktion, die Technologie und die Arbeitsabläufe der Druckerei. Das Sortiment umfasst mehr als 250.000 Druckprodukte. Der überwiegende Teil davon wird von den rund 300 Mitarbeitenden in einer neu errichteten Produktionshalle mit einer Fläche von 8.800 Quadratmetern hergestellt. Pro Tag produziert druck.at rund 2.000 Aufträge und versendet sie an Kunden in ganz Österreich. Der Umsatz liegt aktuell bei rund 60 Mio. Euro. Die Zeichen stehen weiter auf Wachstum, wie Geschäftsführer Andreas Mößner versichert.

Know-how im Bereich Mass Customization

Seit seiner Gründung im Jahr 2001 hat sich druck.at gemeinsam mit den technischen Möglichkeiten und den Anforderungen des Druckmarktes kontinuierlich weiterentwickelt. Moderne Drucktechnologien und laufende Investitionen in den Maschinenpark sind dabei wesentliche Bestandteile der Unternehmensentwicklung. Seit 2015 gehört druck.at zum international tätigen Cimpress-Konzern. Damit ist der österreichische Produktionsstandort auch mit dessen Know-how im Bereich Mass Customization verbunden.

»Seit der Gründung von druck.at hat sich in der Branche vieles verändert. Was mit elf Mitarbeitenden begann, ist heute Österreichs größte Online-Druckerei. Wir haben den Wandel der Druckbranche als Chance begriffen und konsequent auf Prozessoptimierung sowie – mit Unterstützung von Cimpress – auf Investitionen in neue Technologien gesetzt. Gleichzeitig haben wir kontinuierlich in den Ausbau unseres Webshops und unseres Produktsortiments investiert und uns so als eine der sichtbarsten Marken im heimischen E-Commerce positioniert. Für unsere Kund*innen bedeutet das höhere Qualität, ein noch breiteres Angebot und kürzere Produktionszeiten. Unser klares Ziel: Wenn man hierzulande ans Drucken denkt, soll druck.at die erste Adresse sein, die einem in den Sinn kommt«, erklärt Andreas Mößner. Er betont: »Möglich wird das alles nur durch den täglichen Einsatz unserer Mitarbeitenden, ohne die wir heute nicht da wären, wo wir sind.«

Ausbau der Aktivitäten in Österreich

Cimpress hat seine Aktivitäten in Österreich mit der Übernahme von Print Alliance und Gerin Druck im Jahr 2025 stark ausgebaut und seinen Umsatz hierzulande damit auf 120 Mio. Euro verdoppelt. In diesem Jahr wurde Friedrich Druck & Medien aus Linz in die Print Alliance integriert. Mit einem eigenen Vertriebsbüro verstärkte das Unternehmen dadurch seine Präsenz am oberösterreichischen Markt.

Auf die Frage, wie er den europäischen Druckmarkt und insbesondere die DACH-Region einschätzt, hob Robert Keane, CEO von Cimpress die hohe Qualität, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im internationalen Vergleich hervor. Österreich sei für Cimpress ein guter Markt. Das Unternehmen stelle sich den Herausforderungen, investiere weiter in den Standort und schaffe damit die Grundlage für weiteres Wachstum. »Wir helfen Unternehmen, ihre Marken aufzubauen und sich vom Wettbewerb abzuheben. Das gelingt nach wie vor sehr gut und ist ein Wachstumstreiber, wobei unser Produktportfolio weit über den reinen Druck hinausgeht.«

Rund die Hälfte seines Umsatzes von etwa 4 Mrd. US-Dollar erwirtschaftet Cimpress in Europa. 40 Prozent entfallen auf Nordamerika, der Rest auf Australien, Brasilien und Indien. Zuletzt übernahm der Konzern die deutsche Online-Druckerei Saxoprint. Das unterstreicht die Bedeutung des europäischen Marktes für Cimpress.

Auf die Frage, ob Österreich als Testmarkt für die Integration konventioneller Druckereien in den Cimpress-Konzern diene, betonte Keane die Unterschiede zwischen den Geschäftsmodellen. Klassische Druckereien betreuten häufig langfristige Projekte, die viel Beratung erforderten und mit klaren Kundenerwartungen verbunden seien. »Wir sehen aber das Potenzial, dass Online- und Offlinedruck langsam zusammenwachsen. Viele Kunden benötigen sowohl standardisierte als auch individuelle Produkte. In dieser Konstellation können wir beides anbieten.« Durch die Spezialisierung der einzelnen Standorte ergäben sich zudem Synergien, von denen auch die Kunden direkt profitierten, so Keane.

Grundsätzlich gingen die Auflagen in beiden Bereichen zurück, während die Qualitätsanforderungen stiegen. Wie druck.at auf diese Entwicklung reagiert, zeigt unter anderem die Investition in ein digitales Veredelungssystem. Auch die Zusammenarbeit zwischen Canva und Cimpress eröffnet nach Ansicht von Keane Möglichkeiten für die Design-Community, neben digitalen Kanälen Printprodukte effizient zu bespielen.

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