Digital Metal ist marktreif

Leonhard Kurz bringt sein Digital Metal genanntes System zur Applikation metallischer Schichten im Digitaldruck auf den Markt. Das Unternehmen bietet eine Komplettlösung mit einer Transfermaschine namens DM-Liner, dazugehöriger webbasierter Software und speziell auf den Prozess abgestimmter Digital-Metal-Folie.

Der DM-Liner überträgt die Digital-Metal-Folie in einer Geschwindigkeit von fünf bis 30 Metern pro Minute. Verarbeitbar sind Papiergrammaturen von 90 bis 350 Gramm pro Quadratmeter und Formate von 210 mal 297 bis 390 mal 500 Millimetern. Die Digital-Metal-Folie ist in Gold, Silber und diffraktiven Designs mit Regenbogenfarbspiel oder holografischen Endlosstrukturen verfügbar. Die internetbasierte Software gibt den Überblick über Verbrauch und Lagerbestand der Folie. Dem Verwender wird nach dem „Pay-per-Stamp“-Prinzip nur die tatsächlich verwendete Folie in Rechnung gestellt.
 
In drei Schritten zum Metallglanz
Der Digital-Metal-Prozess erfolgt in drei Etappen: Zuerst wird das gewünschte Design mit Trocken- oder Flüssigtoner auf das Papiersubstrat gedruckt. Danach wird die Digital-Metal-Folie im DM-Liner auf die vorgedruckte Fläche übertragen. Anschließend erfolgt der digitale oder Offset-Farbdruck. Dabei kann die Digital-Metal-Folie beliebig überdruckt werden, wodurch unterschiedlichste metallische Farbtöne generierbar sind.  
 
Die Digital-Metal-Transfertechnik ermöglicht eine partielle Metallisierung mit sehr hohem Glanzgrad, der mit Metallpigmentfarben nicht realisierbar ist. Dabei sind die Vorteile des Digitaldrucks voll nutzbar. Das Verfahren ist für Kleinauflagen wirtschaftlich einsetzbar und kann auch für Personalisierungen und Nummerierungen verwendet werden. Per Digital Metal lassen sich Printprodukte kosteneffizient mit individualisierter Metallveredelung ausstatten.
 
Erste Erfolgsgeschichten
Um das Digital-Metal-Verfahren zu optimieren und das Leistungsangebot auf die Anforderungen der Praxis exakt abzustimmen, hat Kurz eng mit Projektpartnern aus der Druckbranche zusammengearbeitet. Wertvollen Input lieferte beispielsweise der Fotobuchhersteller und Druckdienstleister CEWE, der das Digital-Metal-System seit einiger Zeit am Standort Mönchengladbach nutzt und bereits mehrere Digital-Metal-Projekte erfolgreich umgesetzt hat.

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