Buchbinderei Immerl: Der Vareo zieht Arbeit an

Kürzere Umrüstzeiten, höhere Qualität, mehr Aufträge – die Buchbinderei Immerl in Purkersdorf bei Wien profitiert vom neuen Klebebinder Vareo von Müller Martini.

Immerl
Von rechts: Peter Immerl, Elke Pavecic und Roland Henn (CEO Müller Martini Eastern Europe) vor dem neuen Klebebinder Vareo.

Seit sich Peter Immerl vor 14 Jahren selbständig machte und seine eigene Buchbinderei gründete, vertraute er ausnahmslos auf Klebebinder von Heidelberg. Fast schon logisch deshalb, dass er sich nach der Übernahme des Servicegeschäfts für Heidelberg-Sammelhefter und -Klebebinder durch Müller Martini 2014 als erster Betrieb in Österreich für einen Vareo mit PUR als Nachfolgemodell seines in die Jahre gekommenen vierten EB 1300 entschied.

Allerdings: Die Evaluation des neuen Softcover-Systems hat sich der gelernte Buchbinder trotzdem nicht leichtgemacht. „Ich habe mich auf dem Markt nach Alternativlösungen umgesehen. Doch letztlich fiel die Wahl vor allem aus Qualitätsgründen auf den Vareo – und auch deshalb, weil es in diesem Segment keine zuverlässigere Maschine mit PUR-Düse gibt. Dafür musste ich zwar etwas mehr Geld in die Hände nehmen, aber das lohnt sich.“

Denn der neue Klebebinder, bei dem alle drei Zangen jeweils mit einem eigenen Servomotor ausgestattet sind und einzeln angetrieben werden, zahlt sich für den Vier-Personen-Betrieb gleich in doppelter Hinsicht aus. Erstens reduzierte sich die Umrüstzeit um 50 Prozent, weil – so die seit einem Jahrzehnt bei Immerl als Maschinenführerin tätige Elke Pavecic – „die Masse der Bücher automatisch übernommen werden, während wir früher alles mit dem Lineal vermessen mussten.“ Zweitens stieg die Produktivität markant, weil dank der Einzelantriebs-Technologie die Prozesszeiten ineinandergeschoben werden und so ein höherer Ausstoß vor allem bei Auflage 1 möglich ist. Mit anderen beziehungsweise Elke Pavecics Worten: „Wir stellen heute im gleichen Zeitraum deutlich mehr Bücher her.“

Vareo steht nie still
Die kurze Umrüstzeit hat für die Buchbinderei Immerl nicht zuletzt auch deshalb an Bedeutung gewonnen, weil sie wegen des Digitaldrucks in zunehmender Menge Auflage-1-Produkte wie beispielsweise als Einzelblätter angelieferte Diplomarbeiten fertigt. Doch auch in den anderen Auflagesegmenten – bis maximal 10 000, bei einem Durchschnitt von 500 Exemplare pro Titel – verzeichnet der flexible Kleinbetrieb ein erfreuliches Wachstum. „Der Vareo zieht Arbeit an, steht nie still, und wir leisten oft auch am Wochenende Zusatzschichten“, bilanziert Peter Immerl.

Kunden sind ausschließlich Druckereien aus den Bundesländern Wien, Niederösterreich, Tirol, Steiermark und Vorarlberg. Für sie produziert die Buchbinderei Immerl, die auch in der Sammelheftung mit einem Presto auf Müller Martini vertraut, nicht nur eine große Palette an Büchern in den verschiedensten Formaten, sondern auch viele hochwertige Produkte.

„In höchster Qualität zu fertigen, ist wichtiger geworden, weil unsere Kunden mit ihren Produkten auffallen wollen“, sagt der Firmengründer und Besitzer. „Dafür sorgt unter anderem die stabile Umschlagpresse, welche länger anpressen kann und die integrierte Klebstoffauftragskontrolle. Somit ist Top-Qualität sichergestellt. Stichwort höhere Qualität: Gebunden wird auf dem Vareo ausschließlich mit PUR. Das ist auch der Grund, weshalb die Produkte nicht inline auf einem Dreischneider, sondern –nach mehrstündiger Trocknung des Leims – auf einem Planschneider geschnitten werden.

 

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