creart holt mehr Farbaufträge in die eigene Produktion

Die Druckerei creart aus Fulda in Deutschland hat eine Fujifilm Revoria Press PC2120 installiert. Mit dem erweitertem Farbraum, den Spezialtonern und der Inline-Weiterverarbeitung kann das Unternehmen zusätzliche Aufträge digital produzieren und die Durchlaufzeiten bei bestehenden Produkten verkürzen.

Fujifilm Revoria Press PC2120

creart bietet seinen Kunden Gestaltung, Fotografie, Mediendienstleistungen und Druckproduktion aus einer Hand. Das 1970 gegründete Unternehmen mit rund 30 Mitarbeitenden setzt sowohl Offset- als auch Digitaldruck ein. Angesichts kleinerer Auflagen und kürzerer Lieferfristen suchte die Druckerei nach einer Möglichkeit, mehr farblich anspruchsvolle Aufträge digital und im eigenen Haus zu fertigen. Die Entscheidung fiel auf eine Revoria Press PC2120 von Fujifilm.

Ausschlaggebend war für creart der erweiterte Farbraum. Neben CMYK nutzt das Unternehmen grünen und pinken Toner, um Farben wiederzugeben, die mit den vier Prozessfarben allein schwer zu erreichen sind. Nach Angaben von creart lassen sich damit 93 Prozent der Pantone-Sonderfarben reproduzieren. Wie genau eine konkrete Markenfarbe getroffen wird, hängt allerdings auch von Bedruckstoff, Farbprofil und Druckbedingungen ab.

»Heute gestalten viele unserer Kunden und Marken zuerst für Bildschirme. Daher ist es wichtig, eine größere Farbpalette im Druck abbilden zu können«, sagt Produktionsleiter Torsten Gröger. creart hatte die Investition nach eigenen Angaben zurückgestellt, bis die gewünschte Konfiguration mit erweitertem Farbraum verfügbar war.

Mehr Anwendungen im eigenen Haus

Mit der neuen Maschine produziert creart nun auch Arbeiten digital, für die zuvor der Offsetdruck oder externe Lieferanten produziert wurden. Dazu zählen Visitenkarten mit anspruchsvollen Markenfarben, kleinere Auflagen personalisierter Marketingmaterialien und Broschüren mit Goldtoner. Spezialfarben nutzt die Druckerei außerdem für Muster, mit denen Kunden die Gestaltung von Druck- und Verpackungsprodukten vor einer größeren Produktion beurteilen können.

Neben den zusätzlichen Farbgestaltungsmöglichkeiten nennt creart kürzere Produktionszeiten als Ergebnis der Investition. Ein Auftrag einer bestehenden Broschüren, der zuvor etwa eine Stunde beanspruchte, lässt sich laut dem Unternehmen mit der integrierte Weiterverarbeitungssystem von Plockmatic nun in rund sieben Minuten herstellen. Bei einer 48-seitigen Broschüre mit Prozessfarben und Goldtoner habe sich die Produktionszeit von etwa einem Tag auf sechs Stunden verringert.

»Wir möchten am einen Ende Papier einlegen und am anderen ein fertiges Produkt erhalten«, sagt Gröger. Die Inline-Weiterverarbeitung war für creart deshalb ein wesentlicher Teil der Investitionsentscheidung. Auch die Medienprofilierung und kürzere Rüstzeiten sollen den Wechsel zwischen unterschiedlichen Aufträgen erleichtern. Künftig will die Druckerei weitere bislang ausgelagerte Arbeiten selbst produzieren und zusätzliche Anwendungen mit dem erweiterten Farbraum und den Spezialtonern entwickeln.

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