Canon erzeugt 3D-Inhalte aus einer einzigen Aufnahme

Mit „Dual Pixel 3D“ stellt Canon eine Lösung zur Erstellung dreidimensionaler Bilder und Modelle vor. Grundlage ist die Dual-Pixel-CMOS-AF-Technologie des Herstellers. Die dazugehörige Windows-Anwendung verarbeitet die in kompatiblen Bilddateien enthaltenen Tiefeninformationen und macht zusätzliche Aufnahmeausrüstung weitgehend überflüssig.

Dual Pixel 3D

Der Dual Pixel 3D Converter wandelt Dual-Pixel-RAW-Dateien ausgewählter Kameras der EOS-Serie sowie JPEG-Dateien mit Tiefeninformationen in dreidimensionale Inhalte um. Unterstützt werden auch entsprechende JPEG-Aufnahmen der gleichzeitig vorgestellten Canon EOS R8 Mark II.

Die kostenlose Desktop-Anwendung für Windows erzeugt sowohl 3D-Bilder mit Tiefeninformationen als auch 3D-Modelle in den Dateiformaten OBJ und GLB. Diese lassen sich anschließend in gängigen Anwendungen weiterbearbeiten.

»Dreidimensionale Inhalte galten lange als aufwendig in der Erstellung und erforderten häufig spezielle Aufnahmeverfahren oder zusätzliche Hardware«, sagt Michael Willenborg, Country Director der Imaging Technologies & Communications Group bei Canon DACH. »Mit Dual Pixel 3D erweitern wir die kreativen Möglichkeiten der Fotografie und vereinfachen zugleich die Erstellung von 3D-Bildern auf Basis einer einzigen Aufnahme.«

Tiefenwirkung individuell anpassen

Über integrierte Bedienelemente können Anwender die Intensität der räumlichen Darstellung verändern. Je nach gewünschter Wirkung lässt sich der 3D-Effekt verstärken oder reduzieren. Darüber hinaus bietet die Software Funktionen zum Freistellen des Hauptmotivs. Der Hintergrund kann vor der Ausgabe als 3D-Modell oder stereoskopisches Bild entfernt beziehungsweise ersetzt werden.

Zwei Fotodioden liefern Tiefeninformationen

Dual Pixel 3D nutzt die Architektur der Dual-Pixel-CMOS-Sensoren von Canon. Jedes Pixel verfügt dabei über zwei Fotodioden. Diese werden entweder separat für die Phasenerkennung des Autofokus ausgelesen oder für die Erzeugung eines konventionellen Bildes zusammengeführt.

Aus den geringfügig unterschiedlichen Perspektiven der beiden Fotodioden entstehen Phasendifferenz- und Tiefeninformationen. Speziell entwickelte Algorithmen wandeln diese Daten in dreidimensionale Forminformationen um. Die hochauflösenden Bilddaten der kompatiblen EOS-Kameras dienen dabei als Oberflächentexturen für das 3D-Modell.

Da nur eine einzelne Aufnahme benötigt wird, entfällt die Verarbeitung mehrerer Bilder aus unterschiedlichen Perspektiven. Nach Angaben von Canon lassen sich dadurch hochauflösende 3D-Darstellungen mit präziser Farbwiedergabe erzeugen.

Integration in bestehende Workflows

Die Lösung soll die Erstellung dreidimensionaler Inhalte vereinfachen und neue Möglichkeiten für Fotografie, Gestaltung und Visualisierung eröffnen. Da weder zusätzliche Kameraaufbauten noch mehrere Aufnahmen erforderlich sind, lässt sich die Technologie vergleichsweise einfach in vorhandene Produktionsabläufe integrieren.

Der Dual Pixel 3D Converter steht ab dem 3. Oktober 2026 kostenlos zum Download bereit.

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