Amazon: Einstieg in das Fotobuch-Business verunsichert Onlineprint-Branche

Seit Mitte September ist „Amazon Prints“ online und hat für mächtig Aufregung gesorgt. Was steckt dahinter? Bernd Zipper hat sich das mal genauer angesehen.

Amazon ist nun seit etwa zwei Wochen zusätzlich zum Online-Handel, dem Cloud-Service und den Streaming-Angeboten auch im Bereich Druck personalisierter Fotobücher und Fotos aus ihrer Cloud tätig, bisher aber nur in den USA. Amazon Prints heißt die Eintrittskarte des Onlinegiganten in den lukrativen Fotodruck-Markt.

Der Zeitpunkt für den Einstieg am 21.09., also kurz vor dem beginnenden Weihnachtsgeschäft, scheint sinnvoll gewählt zu sein. Etabliert sich Amazon im Online-Fotodruck, dann haben einige andere Marktteilnehmer mit deutlichen Einbußen zu rechnen. Wie aber die Hintergründe dazu sind, und ob Amazon in Verbindung mit seinen bisherigen Diensten und trotz vergleichsweise niedriger Preise ein rundes und qualitativ überzeugendes Gesamtpaket liefern wird, damit werde ich mich in der Folge beschäftigen.

Zunächst aber mal zu dem, was in den letzten Tagen passiert ist. Ohne Presseankündigung hat Amazon seinen Fotodruckservice online geschaltet. Zunächst beschränkt sich das Angebot aber auf drei Standard-Fotoformate und zwei verschiedene Konfigurationen an Fotobüchern. Gut, das ist jetzt noch nicht vergleichbar mit den Angeboten von Cewe oder Shutterfly. Hat aber schon für mächtig Wirbel gesorgt.

Shutterfly steht derzeit als größter Produzent von Fotos und Fotobüchern in den USA mit einem Umsatz (2015) von etwa 1 Milliarde Euro in direkter Konkurrenz zu dem neuen Angebot von Amazon. Der Vorteil des Internet-Giganten ist natürlich die immense Marktdurchdringung im E-Commerce, die einem guten Start für die Aufnahme des neuen Geschäftsfelds sicherlich dienlich ist.

Ernst zu nehmen ist der Einstieg in den Fotodruck seitens des Anbieters aus Seattle definitiv, denn am Tag der Einführung von Amazon Prints sank der Wert der Shutterfly-Aktie abrupt um mehr als 10% im Vergleich zum Vortageswert – daran hat sich in den letzten Tagen auch nichts mehr geändert. Und ernst nehmen die Drucker von Shutterfly das Ganze auch, denn nach dem Einstieg reagierten sie prompt mit einem Nachlass von 40% (!) auf alle Artikel – und zwar bis einschließlich zweiten Oktober. Wahrscheinlich wollte Shutterfly Prints damit etwas Schwung nehmen und den merklichen Preisunterschied abmildern, dazu aber später mehr.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf beyond-print.de:

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