2025 weiteres Umsatzminus für die Druck- und Medienbranche

Mit einem Jahresumsatz von 1,78 Milliarden Euro schloss die Druck- und Medienbranche 2025 das dritte Jahr in Folge mit einem Minus ab. Im Vergleich zu 2024 ist der Jahresumsatz um 3,7 Prozent gesunken. Mit der Kampagne »Print wirkt nachhaltig« möchte der Verband Druck Medien wieder mehr Lust auf Print machen.

Jahresumsatz

Anfang 2025 hoffte die Druck- und Medienbranche auf eine Erholung der Wirtschaft und verzeichnete wieder eine stärkere Nachfrage. Doch die Erwartungen haben sich nicht erfüllt. Vor allem der Absatz in Österreich schwächelte neuerlich und ging um 4,8 Prozent zurück, während die Exporte sich mit einem moderaten Minus von 0,8 Prozent stabilisierten. Dennoch bleibt der Inlandsmarkt der wichtigste Abnehmer für Druck- und Medienprodukte. 71 Prozent des Gesamtvolumens wurden in Österreich erwirtschaftet.

2026 mit Print-Botschaft »Print wirkt nachhaltigå«!

»Wir befinden uns nach wie vor in einer herausfordernden wirtschaftlichen Situation. Die Werbe- und Marketingbudgets sind in den letzten Jahren spürbar geschrumpft und damit auch die Ausgaben für Print«, sagt Peter Sodoma, Geschäftsführer des Verband Druck Medien. Deshalb hat der Verband Druck Medien die Kampagne »Print wirkt nachhaltig« gestartet. Der Verband betont die Bedeutung von Print im Werbemix: »Print ist doppelt nachhaltig. Es ist besonders aufmerksamkeitsstark und bleibt länger im Gedächtnis, und Print hat – richtig produziert – einen vergleichsweise geringen CO2 Fußabdruck.« Diese Fakten sind durch mehrere Studien belegt. Mit der Kampagne sollen sie sichtbarer und greifbarer werden.

Ziel ist, ein Bewusstsein für einen nachhaltigen und bewussteren Medienkonsum zu schaffen. Dass Print im Werbemix eine wichtige Rolle spielt, ist unbestritten. Das gilt aber auch für Online. In der Praxis sind die Unternehmen am erfolgreichsten, die Print und Digital am effektivsten kombinieren. Bei großen Daten und langen Lesezeiten habe Print eindeutig Vorteile – sowohl bei der Aufmerksamkeit als auch beim Treibhausgaspotenzial. Unterstützt wird die Kampagne von Austropapier, dem Verband der Zeitungen und Zeitschriften Österreich, vom Verband der Regionalmedien sowie zahlreichen Medienhäusern.

Ökobilanzstudie zeigt: Print ist umweltfreundlicher

Basis für die Print-Kampagne sind die Ergebnisse der Ökobilanzstudie des Ökoinstituts Freiburg, in der Werbung in Printmedien mit ihren digitalen Äquivalenten verglichen und nach dem international anerkannten Standard für Lebenszyklusanalysen gemäß DIN EN ISO 14040/14044 und 14067 ausgewertet wurden. Das Ergebnis: Printwerbung verursacht für alle betrachteten Werbeformate weniger CO2 als deren digitale Pendants. Konkret haben gedruckte Werbeprospekte mit 642 kg CO2-Emissionen einen fünffach geringeren CO2-Fußabdruck als Online-Werbeprospekte im PDF-Format (3.360 kg CO2). Bei Anzeigen in Tageszeitungen zeigt sich für die Print-Variante ebenfalls ein deutlicher, wenn auch weniger starker, Umweltvorteil (67 kg CO2e) gegenüber Online-Werbebannern (102 kg CO2).

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