Graphische Revue
  

UV-Frischzellenkur für den Offsetdruck
25.01.2014

Die Anforderung, Klein- und Kleinstauflagen wirtschaftlich zu produzieren, macht es erforderlich, die Rüst- und Stillstandzeiten auf ein absolutes Minimum zu beschränken. Ein vielversprechender Ansatz dafür sind hochreaktive UV-Farben in Kombination mit UV- oder UV-LED-Trocknern.


UV-Frischzellenkur für den Offsetdruck

Die Entwicklung kommt aus Japan und wird dort bereits seit mehreren Jahren im großen Stil eingesetzt. Ende 2013 haben wir uns im Democenter in Radebeul angesehen, was KBA auf diesem Gebiet zu bieten hat. Bei Albe De Coker in Antwerpen konnten wir uns dann im Anschluss ein Bild machen, was der Einsatz hochreaktiver UV-Farben an einer Rapida 106 in der Praxis bringt.

Um es gleich vorwegzunehmen, das Angebot von KBA kann sich durchaus sehen lassen. In Radebeul sind Maschinen aus der Rapida-Baureihe sowohl mit UV- als auch UV-LED-Trocknern und das im Halb- und Mittelformat in Produktion zu sehen. Im aktuellen Marktumfeld kämpfen die Hersteller um jeden Auftrag mit harten Bandagen. Im Zusammenhang mit den neuen Trocknertechnologien agiert KBA in der Kommunikation doch etwas zurückhaltend, wobei dafür aus unserer Sicht absolut kein Grund besteht. Mit zwölf Druckwerken im Großformat und 60 Druckwerken im Mittelformat konnte man seit der drupa 2012 schon einige beachtliche Erfolge verbuchen. Und auch in Österreich stößt KBA damit auf reges Interesse, wie Reinhard Marschall, Vertriebsleiter Bogenoffset von KBA Mödling, berichtet und stehe kurz vor dem Abschluss für eine Achtfarben mit Wendung.

Die Anwender profitieren beim Einsatz hochreaktiver UV-Farben in erster Linie von der sofortigen Trocknung der Bogen, was sich in mehr Flexibilität in der Auftragsannahme und -abwicklung niederschlägt, wie Jens Baumann aus dem Produktmanagement von KBA versichert. Darüber hinaus lassen sich die Druckbogen sofort weiterverarbeiten, was dabei hilft, die Durchlaufzeiten und den Platzbedarf deutlich zu reduzieren. Ein weiterer interessanter Aspekt sind damit verbundene Qualitätssteigerungen, die vor allem beim Einsatz von Naturpapieren sichtbar werden.

Die Lösung von KBA
KBA vermarktet seine Lösungen für den Druck mit hochreaktiven UV-Farben unter der Bezeichnung HR-UV und hat dazu seine bewährten VariDry-Trockner auf die hochreaktiven Farben abgestimmt. In den Trocknern kommen eisendotierten Quecksilberdampflampen zum Einsatz, die in einem Spektralbereich von 260 bis 440 nm emittieren. Die Strahlerleistung ist zwischen 200 und 80 W/cm frei einstellbar, wodurch der Energieverbrauch im Vergleich zum konventionellen UV-Druck um bis zu 75 Prozent gesenkt werden kann. Und auch gegenüber IR-Heißlufttrocknern schneiden die HR-UV-Trockner, wie Jens Baumann zu berichten weiß, besser ab. Bezüglich der maximalen Betriebsstunden gibt KBA 1500 Stunden an, wobei man die Lampen selbst auswechseln kann. Ab Wellenlängen von 250 nm entsteht kein Ozon, wodurch man auf eine Absaugung getrost verzichten kann. Durch den geringeren Wärmeeintrag reduziert sich auch die Geruchsbildung durch den Papierstrich. Somit scheinen alle wesentlichen Nachteile des konventionellen UV-Drucks ausgeräumt zu sein.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 1/2014 der Graphischen Revue, die am 17. Februar erscheint.


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