Graphische Revue
  

Heidelberg im 7. Workflow-Himmel
05.12.2013

Heidelberg beteiligt sich an dem deutschen Softwarehersteller Neo7even mit Sitz in Siegen. Mit dem Investment will das Unternehmen ins Wachstumssegment Multi Channel Publishing einsteigen. Ziel ist es, mit der Software von Neo7even Druckereien neue Geschäftsoptionen zu eröffnen, indem diese ihren Kunden künftig verstärkt medienneutrale Publishing-Dienstleistungenanbieten können. Das neue Angebot ist eng mit dem Druckerei-Workflow Prinect von Heidelberg verbunden und wird schrittweise in diesen integriert.


Jetzt bietet Heidelberg Druckereien eine Lösung, die die medienneutrale Aufbereitung von Daten (Multi Media Asset Management) ermöglicht: Mit der Software von Neo7even können Anwender alle Daten eines Projektes in einem neutralen Format zentral in einer Datenbank speichern und auf unterschiedlichen Medienkanälen einheitlich ausgeben (Multi Channel Publishing). Eventuelle Änderungen müssen nur an einer Stelle im System vorgenommen werden, was die Grundvoraussetzung für ein effizientes und kostengünstiges Multi Channel Publishing ist.

"Dieses Investment betrachten wir als zusätzlichen wichtigen Meilenstein, das Angebot an zukunftsweisenden Digitallösungen für unsere Kunden zu erweitern", so Dr. Gerold Linzbach, Vorstandvorsitzender von Heidelberg. "Damit eröffnen sich sowohl für Druckereien als auch für Heidelberg neue Geschäftsmöglichkeiten."

Der Softwarehersteller Neo7even mit 50 Mitarbeitern und Sitz in Siegen ist spezialisiert auf die Entwicklung, den Vertrieb sowie die Implementierung von Multi-Channel-Publishing-Systemen. Die Software wurde bisher neben der grafischen Industrie vor allem in Branchen wie dem Handel angeboten. Der Vertrieb in der grafischen Industrie soll durch die Heidelberg-Beteiligung künftig ausgebaut werden. Dazu wird Heidelberg ab sofort schrittweise mit der internationalen Einführung und dem Vertrieb des bestehenden Portfolios von Neo7even inklusive der Anbindung an den eigenen Druckerei-Workflow Prinect beginnen.

Im Zuge des Ausbaus des Digital- und Softwaregeschäfts bündelt Heidelberg die Aktivitäten in diesem Bereich: So wird das Softwareangebot rund um den Druckerei-Workflow Prinect mit dem bereits bestehenden Geschäftsbereich Digital unter der Leitung von Jason Oliver zusammengelegt. Die neue organisatorische Ausrichtung wird auch die kürzlich vereinbarte Zusammenarbeit mit Fujifilm vorantreiben. Hier wird der Schwerpunkt vor allem auf innovativen Produkten auf Basis von Inkjet-Technologien für den Digitaldruckmarkt liegen. Dazu sollen gemeinsam mit Fujifilm zukunftsweisende Digitaldrucklösungen als Ergänzung zum Heidelberg Offset-Angebot für den industriellen Verpackungs- und Werbedruck entwickelt und vertrieben werden.

"Wir sehen das Digitalgeschäft als sehr vielversprechenden Wachstumsmarkt für Heidelberg. Um unseren Anteil daran weiter auszubauen, investieren wir in neue Geschäftsanwendungen und kooperieren mit innovativen Partnern. Gleichzeitig haben wir jetzt alle dazu relevanten Bausteine innerhalb des Unternehmens zusammengefasst, um noch zielgerichteter handeln zu können", so Linzbach. "Auch digitale Drucksysteme sind nur mit einem optimal darauf ausgelegten Workflow erfolgreich zu vermarken; damit ist unsere Software Prinect ein entscheidender Schlüssel für den Erfolg. In Summe schätzen wir das Umsatzpotenzial für Heidelberg im Digitalgeschäft bestehend aus Druckmaschinen, Verbrauchsmateriealien und passender Software innerhalb der nächsten drei Jahre auf dann jährlich über 200 Millionen Euro."

 


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