Graphische Revue
  

Faltschachtel reduziert CO2-Fußabdruck
30.10.2012

Seit 2005 erhebt Pro Carton regelmäßig Daten über die Umwelteinflüsse aus der Produktion von Karton und Faltschachteln in Europa. Der jüngste Bericht enthält die Lebenszyklus-Daten aus dem Jahr 2011, einschließlich Frischfaserkarton, Recycling-Karton und gedruckter Faltschachteln.


Faltschachtel reduziert CO2-Fußabdruck

Der Durchschnittswert des CO2-Fußabdrucks für die Karton- und Faltschachtelindustrie liegt nunmehr bei 915 kg/t fossiler CO2-Äquivalente. Dieser neue Wert zeigt, dass die Industrie ihre umweltrelevanten Leistungen kontinuierlich verbessert. Bereits der 2008 veröffentlichte Wert des CO2-Fußabdrucks von 964 kg/Tonne CO2-Äquivalenten zeigte eine Verringerung von 7 Prozent gegenüber 2005.

Biogener Kohlenstoff und der CO2-Fußabdruck von Faltschachteln
Die ISO (International Organization for Standardization) arbeitet nach wie vor an der Definition eines ISO-Standards für den CO2-Fußabdruck. Die Erzeuger von Produkten aus Holz, einschließlich der Kartonindustrie, können ein einzigartiges Argument in die Diskussion über den CO2-Fußabdruck einbringen, das auf der Erneuerbarkeit ihres Ausgangsmaterials beruht.

Bäume nehmen im Wachstum Kohlendioxid auf und setzen durch die Fotosynthese Sauerstoff frei. In diesem Filterungsprozess entsteht ein erneuerbares, biologisches Rohmaterial, das für Papier- und Kartonprodukte verwendet wird. Dieser Vorgang wird in biogenem Kohlenstoff gemessen. Das schwedische Umweltforschungsinstitut IVL hat im Jahr 2009 eine Methode entwickelt, um den biogenen Kohlenstoff im CO2-Fußabdruck von Faltschachteln zu berücksichtigen. Diese Methode verknüpft die Kohlenstoff-Aufnahme des natürlichen Rohmaterials mit der Kartonverpackung.

Das IVL zeigt eine positive Verbindung zwischen der Nettoaufnahme von Kohlenstoff in nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und dem Verbrauch von Faltschachteln: Die Nachfrage nach Faltschachteln stimuliert die Nachfrage nach Holz (in Form von Holzfasern für die Kartonproduktion), wodurch wiederum die nachhaltige Forstwirtschaft gefördert und damit die Nettoaufnahme von Kohlenstoff im Wald. Die IVL-Studie kommt zu dem Schluss, dass durch die Nachfrage nach Faltschachteln in Europa 730 kg biogenes Kohlendioxid pro Tonne Faltschachteln aus der Atmosphäre absorbiert werden.

 

Das Ergebnis der IVL-Studie ergänzt die Daten von Pro Carton über die bei der Herstellung von Karton und Faltschachteln anfallen Kohlendioxid-Äquivalente. Im sog. Cradle-to-gate“-Ansatz wird der von Pro Carton für das Jahr 2011 ermittelte CO2-Fußabdruck für Faltschachteln von 915 kg/Tonne fossilen CO2-Äquivalenten zu einem bedeutenden Teil durch den Wert von -730 kg biogener CO2-Absorption kompensiert.

 

Erneuerbar
Die Umweltverträglichkeit europäischer Faltschachteln wird durch den Einsatz von Karton untermauert, dessen Rohstoffe aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen. Sie wird durch eine kürzlich veröffentlichte Ergänzung zum Internationalen Standard ISO 14021 über selbstdefinierte Umwelteigenschaften bekräftigt. Absatz 7.14 der ISO 14021 definiert den Begriff „erneuerbares Material“ wie folgt:

 

Material, das aus Biomasse einer lebenden Quelle besteht und kontinuierlich regeneriert werden kann.

 

Kartonverpackungen aus ursprünglich frischen Fasern nachhaltig bewirtschafteter Wälder können daher für sich in Anspruch nehmen, dass sie aus erneuerbarem Material bestehen.


Der Einsatz von Faltschachteln unterstützt somit aktiv die Aufnahme und Speicherung von Kohlendioxid und macht den positiven Beitrag von Kartonverpackung in der Klima- und Umweltschutzdiskussion deutlich.

 

¹ „Carbon Footprint of Cartons in Europe – Carbon Footprint methodology and biogenic carbon sequestration“. Report des schwedischen Umweltforschungsinstituts IVL, 2009

 

Weitere Informationen in den Bereichen Sustainability und Resource Efficiency auf www.procarton.com


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