Graphische Revue
  

Gedruckte Leuchtfolien von der Rolle
20.08.2012

Skandinavischen Forschern ist es gelungen, organische lichtemittierende elektrochemische Zellen (LECs) mit einem Verfahren herzustellen, das für die Massenfertigung per Rollendruckverfahren geeignet ist. "Somit können LECs als kostengünstige, großflächige Lichtquellen für Info-Displays und in weiterer Folge Beleuchtungsanwendungen gefertigt werden", sagt Ludvig Edman, Physikprofessor an der schwedischen Universität Umeå.


Durch die einfache Herstellung werden elektrochemische Zellen zum Herausforderer für organische Leuchtdioden (OLEDs). "LECs werden sich zwar schwer tun, ganz an die Performance von OLEDs heranzukommen. Aber die Fertigung von OLEDs ist schwierig. Es müssen einige Schichten sehr vorsichtig aufgetragen werden, um herausragende Leistung zu erzielen", erklärt der projektbeteiligte Doktorand Andreas Sandström von der Universität Umeå. Zudem erfordert die OLED-Fertigung ein Vakuum, da die Materialien sehr empfindlich auf Sauerstoff und Wasser reagieren. "All das macht den Rollendruck von OLEDs sehr schwer."

Wie die Schweden gemeinsam mit Kollegen von der Technischen Universität von Dänemark zeigen konnten, unterliegen LECs keinen solchen Einschränkungen. Sie bestehen aus nur drei Schichten und können bei normalem Luftdruck gefertigt werden. Ein Prototyp hat zudem recht unregelmäßige Lagen, das abgegebene Licht ist aber dennoch sehr gleichmäßig. Das bedeutet hohe Toleranzgrenzen in der Fertigung der Leuchtfolie, was die Kosten drückt.

Preisvorteil und Heimproblem
"Für wirklich großflächige Beleuchtung, Beschilderung und neue Anwendungsgebiete etwa bei Verpackungen stechen LECs somit OLEDs aus, da wir annähernd mit OLEDs vergleichbare Leistung zu einem Bruchteil der Kosten erreichen können", sagt Sandström.


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