Graphische Revue
  

Neuer Kollektivvertrag steht
29.02.2012

Nach langem Ringen konnten sich der Verband Druck & Medientechnik und die Gewerkschaft GPA-djp auf einen neuen Kollektivvertrag für das grafische Gewerbe mit einer Laufzeit bis mindestens Ende 2016 verständigen. Für den Bereich Bogendruck wurde eine 38,5 Stundenwoche sowie der Entfall des Nachtzuschlages zwischen 18:00 und 19:00 Uhr vereinbart. Die Löhne und Gehälter werden ab 1. April 2012 für die Beschäftigten in Rollenoffsetbetrieben und Bogenbetrieben um 3,63 Prozent erhöht. Im Bereich der Tageszeitungsbetriebe steigt der KV-Lohn ab 1. April 2012 um 3,75 Prozent.


Der Vorsitzende des Wirtschaftsbereiches Druck, Kommunikation, Papierverarbeitung in der GPA-djp Franz Bittner, zum Abschluss: „Das vereinbarte Maßnahmenpaket im Kollektivvertragsabschluss trägt der wirtschaftlichen Situation der Branche Rechnung und gibt den Beschäftigten Sicherheit.“

„Beide Verhandlungspartner sind an die Grenzen ihrer Möglichkeiten gegangen, um zu einem guten Abschluss zu kommen“, ist Rudolf A. Cuturi, Präsident des Verbandes Druck & Medientechnik überzeugt und erzählt:„Wir haben gemeinsam einen Kompromiss gefunden, mit dem beide Seiten leben können. Diese Einigung wird die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Druckereien verbessern.“


Bei einer Kündigung des Kollektivvertrages (erstmalig zum 31.12.2016 möglich) treten die Kriseninstrumente für den Bereich Rollenoffsetdruck außer Kraft und im Bereich Bogendruck gilt wieder die 37 Stundenwoche sowie der Nachtzuschlag ab 18:00 Uhr. Vereinbart wurde auch für die Bereiche Rolle und Bogen die kollektivvertraglichen Löhne und Gehälter in den Jahren 2013, 2014, 2015 und 2016 jeweils zum 1. April um die Inflationsrate des vorangegangen Jahres  zuzüglich 10 Prozent der Inflationsrate des vorangegangenen Jahres zu erhöhen. Bei den Tageszeitungsbetrieben ist eine Kündigung des Kollektivvertrages weiterhin frühestens zum 31.12.2013 möglich.

Neuer Kollektivvertrag sichert Arbeitsplätze in Österreich
Die Druckbranche in Österreich (derzeit werden etwa 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt) ist seit Jahren von einem starken Strukturwandel gekennzeichnet und muss sich einem immer stärker werdenden internationalen Wettbewerb stellen. „Natürlich reicht es nicht, nur den Kollektivvertrag zu reformieren, um wieder wettbewerbsfähig zu sein. Aber er ist ein wichtiger Baustein, um Kunden wieder zurückzuholen und den Druckstandort Österreich langfristig zu sichern“, ist Rudolf A. Cuturi überzeugt.


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