Graphische Revue
  

Verhandlungen über neuen
Kollektivvertrag sind gescheitert
11.01.2012

Nachdem sich die beiden Sozialpartner nicht auf einen neuen Kollektivvertrag einigen konnten, werden gewerkschaftliche Maßnahmen vorbereitet. Nach dem die Arbeitgeber den Kollekivvertrag im letzten Jahr einseitig zum 31. März 2012 gekündigt hatten, hat die Gewerkschaft GPA-djp bereits am 5. Dezember 2011 einen Streikbeschluss für den Fall, dass die Verhandlungen am 11. Januar 2012 scheitern sollten, gefasst.


Verhandlungen über neuen<br />
Kollektivvertrag sind gescheitert

Nach dem Scheitern der Verhandlungen versuchen beide Seite ihre Positionen darzustellen. „Der derzeit gültige Kollektivvertrag ist nach wie vor ein Sammelsurium an Zuschlägen und Privilegien, die für den einzelnen fast unüberschaubar sind und zudem heute vielfach keine Berechtigung mehr haben“, sagt der Präsident des Verbandes Druck & Medientechnik, Ing. Rudolf A. Cuturi: „Unser Angebot an die Gewerkschaft war, den Kollektivvertrag zu vereinfachen und entgeltrechtlich an die heutigen Wettbewerbsbedingungen anzupassen. Leider waren die diesbezüglichen Gespräche mit der Gewerkschaft in den letzten zwei Jahren nicht produktiv. Alle unseren konkreten Vorschläge für Veränderungen wurden abgelehnt.“

Die Gewerkschaft ging jedoch nicht mit leeren Händen in die Verhandlungen und bot  ab 1. Februar 2012 für die Rollendrucker reale Maßnahmen zur Lohn- und Gehaltsdämpfung von über 4 Prozent an. Weiters bot die Gewerkschaft im Bereich der Bogendrucker ebenfalls ein Dämpfungspotential von 4 Prozent an, wobei die Detailverhandlungen darüber bereits 2012 stattfinden hätten sollen. Die Auswirkungen sollten ab Beginn 2014 schlagend werden, da die GPA-djp bereits beim letzen Kollektivvertrag ein Dämpfungspotential von ebenfalls 4 Prozent an die Bogenbetrieben abgegeben habe.

"Insgesamt fordert der Arbeitgeberverband zumindest eine 10-prozentige Lohn- und Gehaltsreduzierung für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", so Verhandlungsleiter Franz Bittner. „Dem konnten wir nicht zustimmen. Der Arbeitgeberverband hat eine Chance für die Zukunft der Branche vertan.“ Die GPA-djp bereitet sich jetzt auf gewerkschaftlichen Maßnahmen, bis hin zum Streik, vor.


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