Graphische Revue
  

Papierloses Büro bleibt Utopie
09.06.2010

Xerox stellt Printlösung für Smartphones vor.


Ungeachtet der fortschreitenden Digitalisierung bestimmen Papierdokumente weiterhin den privaten wie geschäftlichen Alltag. Die Anzahl ausgedruckter Seiten im Home- bzw. Office-Bereich nimmt seit Jahren zu. "Viele haben erwartet, dass der Siegeszug von PCs und Notebooks Papier obsolet machen wird. Papier hat sich allerdings als ungemein soziale Technologie erwiesen, die auch in den kommenden Jahren nicht aus unserem Alltag verschwinden wird", sagt Monica Beltrametti, Leiterin des Xerox Research Centre Europe.
 Als neuesten Service bietet Xerox mit MobilePrint eine Lösung für Smartphones an, die das Ausdrucken von Dokumenten direkt von mobilen Endgeräten aus erlaubt. Ursprünglich in den Forschungslabs entstanden, wurde die Lösung im Echtzeitbetrieb mit Xerox-Großkunden weiterentwickelt und soll ab dem dritten Quartal 2010 auch in Europa angeboten werden. Um ein Dokument zu drucken, wird dieses vom Smartphone aus per E-Mail an eine festgelegte E-Mail-Adresse gesendet.
Der Absender erhält daraufhin einen sechsstelligen Code, den er wiederum auf dem gewünschten Drucker eingeben muss. Der Druckauftrag kann folglich auf jedem im Netzwerk befindlichen Printer ausgeführt werden, ohne dass dem User die IP-Adresse oder der Name des Druckers bekannt sein müssen.

E-Papier und selbstlöschendes Papier
Ein vollwertiger Papier-Ersatz ist laut Beltrametti in naher Zukunft aber weiterhin nicht in Sicht. "E-Papier ist eine vielversprechende Alternative. Bis die Technologie aber soweit ist, dass sie von den haptischen Eigenschaften, der Lesbarkeit und Farbendarstellung sowie den anfallenden Kosten mit Papier mithalten kann, wird es aber noch dauern", sagt Beltrametti.
Indessen experimentiert man in den Xerox-Labs unter anderem mit selbstlöschendem Papier. Um Inhalte nach Stunden oder Tage wieder unsichtbar zu machen kommt UV-Licht zum Einsatz. Der Prozess kann durch Hitze-Einwirkung beschleunigt werden. Derzeit kann das Medium bis zu 50 mal wiederverwendet werden, was einen wesentlichen Beitrag zur Eindämmung der Papierverbrauchs bringen würde.

Quelle: Pressetext



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