Graphische Revue
  

US-Amerikaner klauen Zeitungen für Gutscheine
10.08.2011

"Extreme Couponing" nennt sich ein neuer Trend, der derzeit in den USA für Schlagzeilen sorgt. Dort ist es üblich, dass Zeitungen Coupons beinhalten, mit denen man beim Kauf von Lebensmitteln und Gegenständen des täglichen Gebrauchs Vergünstigungen erhält. In letzter Zeit häufen sich die Berichte über Zeitungsdiebstähle, die durch übertriebenen Spardrang motiviert sind.


Eine Reality-TV-Serie mit dem Titel "Extreme Couponing" hat dem neuen Phänomen seinen Namen gegeben. Die Sendung verfolgt exzessive Gutscheinsammler bei ihren Einkaufstouren. Seit der Erstausstrahlung häufen sich die Fälle von Zeitungsdiebstählen. Das jüngste Beispiel ist der Fall einer 34-jährigen Frau, die 185 Ausgaben der "Springfield Morning News" gestohlen hat, wie die Huffington-Post berichtet. Ähnliche Fälle gab es in mindestens sechs verschiedenen Bundesstaaten. In Alabama hat eine Zeitung eine Belohnung von 500 Dollar für Hinweise, die zur Ergreifung eines Zeitungsdiebes führen, ausgesetzt.

Ein weiterer Faktor, der "Extreeme Couponing" verstärkt, ist die Entstehung einschlägiger Online-Foren, auf denen Papier- und Onlinegutscheine mit Gleichgesinnten getauscht werden. Die Schnäppchenjagd auf den Foren nimmt teilweise bizarre Ausmaße an. Das Wall Street Journal berichtet beispielsweise von Fällen, in denen Leute 100 Packungen Toilettenpapier oder 150 Flaschen Limonade horten, nur um einen Preisvorteil zu bekommen.

Im deutschsprachigen Raum gibt es keine vergleichbare Gutscheinkultur. Die Nachfrage nach Coupons steigt aber auch hier. "Der Markt entwickelt sich sehr positiv. Die Nachfrage steigt ständig. Selbst jetzt im Sommer haben wir eine Nachfrage wie früher zu Weihnachten", sagt coupons4u.de-Sprecher Torsten Latussek.


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