Graphische Revue
  

Dorrong-Power mal acht
20.06.2011

Bei der Druckerei Dorrong ist die erste Achtfarbenmaschine in der steirischen Landeshauptstadt Graz angelaufen. Eine Heidelberg Speedmaster SM 102-8-P mit Inpress Control beschert dem Unternehmen den erwarteten Produktions- und Qualitätsschub. Aus der Sicht der Geschäftsführer, Alfred Dorrong und Annemarie Stefany, ist die Investition die richtige Antwort auf den zunehmenden Wettbewerb.


Dorrong-Power mal acht

In Zeiten, in denen der Wettbewerb unter Druckereien enorm zugenommen hat, lässt Alfred Dorrong, Geschäftsführer der Offsetdruck Dorrong OG in Graz, mit einer bemerkenswerten Aussage aufhorchen: „Wir verfügen über keinen Außendienst und sind trotzdem sehr gut ausgelastet. Unsere Kunden sind hauptsächlich Stammkunden und kommen aus dem Großraum Graz.“ Für einen Betrieb mit 70 Mitarbeitern, der im Zweischichtbetrieb und teilweise auch in drei Schichten arbeitet, ist dies doch eher die Ausnahme und nicht die Regel. „Die Kundenbetreuer halten den Kontakt zu unseren Kunden. Aufgrund der geringen Fluktuation haben sich über die Jahre enge Beziehungen entwickelt, und unsere Mitarbeiter kennen die spezifischen Anforderungen der Kunden sehr genau.“

Das Produktspektrum der Druckerei Dorrong ist enorm breit und reicht von Geschäftsdrucksorten und Etiketten bis zu umfangreichen Büchern und Katalogen, wobei der Druck von Zeitschriften sicherlich eines der wichtigsten Standbeine darstellt. Aktuell werden in dem Grazer Betrieb an die 70 Periodika produziert. „Wir haben auch den kleinformatigen Offsetdruck nie vernachlässigt und können uns in diesem Bereich nach wie vor über ein beachtliches Druckvolumen freuen“, betont Alfred Dorrong und meint mit einem verschmitzten Lächeln, dass auch Kleinvieh Mist mache.

„Wir helfen uns mit Sammelformen“
Auf jeden Fall so viel, dass der Bereich im vergangenen Jahr mit der Investition in eine Viertelbogenmaschine Speedmaster SM 52-4-L aufgewertet wurde. Im Vorbeigehen an der Speedmaster SM 52 meint Alfred Dorrong noch, dass man die Investition bar bezahlen konnte, und verweist auf die solide wirtschaftliche Basis des Unternehmens. Genau Maß nehmen musste man auch bei der letzten Investition in eine Achtfarbenmaschine mit Wendeeinrichtung aus der Speedmaster-SM-102-Baureihe von Heidelberg. Das rund 16 Meter lange gute Stück passt gerade noch in den Drucksaal und wurde dort neben einer Speedmaster CD 102-4+L installiert. Mit der Geradeausmaschine, die ein breites Bedruckstoffspektrum mit einer Stärke von 1 Millimeter abdeckt, und einer produktiven Wendemaschine ist man für alle Anforderungen bestens gerüstet. 

„Die Entscheidung für die Achtfarben war genau die richtige Antwort auf den zunehmenden Wettbewerb. Mit der Speedmaster SM 102-8-P konnten wir unseren Ausstoß im Vergleich zur Vierfarben mehr als verdoppeln und die Effizienz im Drucksaal deutlich steigern. Außerdem hilft uns die Achtfarben, einerseits beim Druck von Periodika die immer engeren Terminvorgaben der Kunden einzuhalten und andererseits auch in größere Auflagenbereiche vorzustoßen“, versichert Alfred Dorrong. Überzeugen konnte Heidelberg das Unternehmen auch mit dem ausgereiften Bedienungskonzept der Speedmaster SM 102. Der Prinect-Press-Center-Leitstand gibt dem Drucker die volle Kontrolle über die Druckmaschine – inklusive der Farb- und Registerfernsteuerung. Die zentrale Steuerung und der hohe Bedienkomfort sind ganz wesentliche Punkte für mehr Effizienz im Drucksaal.

Prinect Inpress Control: ein absolutes Muss
Mit Prinect Inpress Control hat die Druckerei Dorrong ein spezielles Tool zur Qualitätssicherung an der Speedmaster SM 102-8-P installiert. Es misst und regelt bei laufender Maschine automatisch Farbe und Passer – und das bis zur maximalen Geschwindigkeit von 15.000 Bogen. Erkennt das System eine Abweichung, werden die erforderlichen Korrekturwerte zum Nachjustieren an den Leitstand übermittelt. Das geschieht sozusagen „on the fly“, ohne dass die Speedmaster SM 102-8-P angehalten werden muss – ein weiterer wichtiger Baustein, um die Produktivität der Achtfarben voll auszureizen. „Aus meiner Sicht ist das Prinect Inpress Control ein absolutes Muss, um vom ersten bis zum letzten Bogen eine konstante und vor allem auch dokumentierbare Qualität für den Kunden zu erzielen“, erklärt Alfred Dorrong.

Offen für neue Kunden
Bereits 2009 hat das Grazer Unternehmen seine Kapazitäten in der Weiterverarbeitung ausgebaut und drei Stahlfolder von Heidelberg angeschafft, und mit zwei Schneidemaschinen von Polar wurden die Engpässe beim Schneiden beseitigt. Als weiterer Schritt ist die Investition in einen modernen Sammelhefter geplant, und in der Druckvorstufe soll die Plattenherstellung über kurz oder lang auf eine prozesslose Platte umgestellt werden. Angesprochen auf das Thema Vernetzung der verschiedenen Unternehmensbereiche, meint Alfred Dorrong, dass er dieses Thema der nächsten Generation überlassen will. Er für seinen Teil sei mit dem Anlaufen der ersten Achtfarben in der steirischen Landeshauptstadt vollauf zufrieden. Eigentlich hatte man sich vorgenommen, die Maschine erst in den kommenden Monaten zweischichtig auszulasten. Doch bereits kurz nach der Installation sei die Speedmaster SM 102-8-P in zwei Schichten gefahren, und wenn es so weitergehe, werde wohl eine dritte Schicht notwendig werden. „Wir sind auf jeden Fall offen für neue Kunden und Aufträge.“


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