Graphische Revue
  

Schreibhefte aus Oberösterreich für Europa
26.05.2011

Format Werk ist der größte Hersteller von Papierwaren für Schule und Büro in Österreich. 12.700 Tonnen Schreibwaren, darunter 35 Mio. Schulhefte verlassen jährlich die Fertigungsbänder in Gunskirchen. Darunter sind neben den Hausmarken private Label für viele europäische Länder sowie weitere Produkte für den Schulbedarf. 60 Prozent der Produktion gehen in den Export, wobei die Schweiz, Skandinavien, die Benelux-Staaten und Deutschland Hauptabnehmerländer sind. Italien und einige osteuropäische Länder kommen dazu.


Schreibhefte aus Oberösterreich für Europa

Die eigentliche organisatorische Herausforderung liegt in der Produktvielfalt. Für Schreibwaren gibt es in jedem Land und oft sogar für jeden Kanton oder jedes Bundesland eigene Vorgaben. In Österreich hat ein Standard-Schulheft 20 Blatt und eine blaue Liniatur, in Deutschland sind es 16 Blatt mit grauer Liniatur. Es gibt Standard- und Zwischenformate, für jedes Land eigene Umweltlogos und große Warengruppen neben Kleinstauflagen. Insgesamt besteht ein Schulsortiment aus etwa 150 unterschiedlichen Artikeln. Das Produktionsportfolio bei Format Werk beinhaltet 600 Artikel der Eigenmarken Formati, Format-X, Ursus, Edition Dürer und weitere. Hinzu kommen 1.700 Artikel im Private Label-Geschäft sowie noch einmal rund 2.000 Kalenderartikel.

Vielfalt verlangt perfekte Organisation 
Die Kompetenz von Format Werk besteht darin, trotz dieser Vielfalt schlank und hoch automatisiert zu produzieren. Im Klartext heißt das: ununterbrochenes Rüsten, Wechseln der Formate, der Liniaturen, der Eckengestaltung, Bogenzahl, Papierqualitäten und, und, und. Fragt ein großer, neuer Kunde an, beträgt die Lieferzeit der Erstbestückung acht bis zehn Wochen. Bei Bestandskunden geht das natürlich schneller. Denn hier kann anhand von statistischen Zahlen der Auftraggeber exakt vorgeplant und auch vorproduziert werden. 10.000 m2 umfasst die Produktionsfläche inklusive Fertigwarenlager. Beeindruckend ist die Logistik in der riesigen Produktionshalle: Fahrerlose Transportsysteme bringen Papierrollen, wenden auf engstem Raum und holen geschnittene und konfektionierte Fertigprodukte wieder ab. Kein einziger Mitarbeiter und kein Gabelstapler sind in diesem ausgeklügelten Materialfluss zu sehen.

Format Werk sieht sich nicht als Druckbetrieb, denn nur vier Prozent der gut 100 Mitarbeiter sind Drucker. Die meisten arbeiten als gelernte Produktionstechniker in der Instandhaltung, bedienen die großen Flexodruckmaschinen oder sind im Einkauf und in der Lagerwirtschaft tätig. Die einzige Bogenoffsetmaschine im Betrieb ist seit Ende 2009 eine hoch automatisierte Rapida 106 mit ziehmarkenfreier Anlage DriveTronic SIS, simultanem Plattenwechsel DriveTronic SPC und vielen anderen Features für den schnellen Jobwechsel. Sie produziert fast ausschließlich Umschläge für die Schul- und Büroartikel. „Technologisch war die Rapida 106 für uns ein Quantensprung“, kommentiert Thomas Riemer, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens, die Investition. Im vergangenen Jahr hat sie im Zweischichtbetrieb rund 20 Mio. Drucke absolviert. Der Rüstanteil lag über 25 Prozent. Die vorherige Bogenoffsetmaschine brauchte für die gleiche Menge drei Schichten.

Schneller Jobwechsel und exakte Qualität zwingend 
Bei der Produktion von Schreibwaren denkt man an große Auflagen. Das ist aber nur selten der Fall. Für die Umschläge von 36.000 Schreibblöcken im Format DIN A6 sind gerade einmal 1.000 Druckbogen von der Rapida 106 erforderlich, für 1 Mio. Schulhefte dagegen stattliche 250.000 Bogen. Bei kleineren Auflagen läuft die Rapida 106 deshalb nur mit durchschnittlich 13.000 Bogen anstelle der möglichen 18.000 Bogen/h. Die Bedruckstoff-Palette reicht von ca. 70 g/m2 bis 300 g/m2. 

Wichtig war für die Fachleute von Format Werk die Inline-Farbregelung QualiTronic Color Control. Während in diesem Bereich die Druckqualität noch vor ein paar Jahren nicht im Vordergrund stand, hat sich dies heute vollkommen gewandelt. Liegen fünf unterschiedliche Chargen im Verkaufsregal nebeneinander, darf es optisch keine Unterschiede geben. Mit der Inline-Farbregelung können Farbschwankungen wirkungsvoll vermieden werden. Entsprechend sind die internen und externen Reklamationsquoten mit der Rapida 106 deutlich gesunken. Für die Verkäufer von Format Werk ist die eingesetzte moderne Technik ein wichtiges Argument, denn sie können ihren Kunden Spitzenqualität verspreche


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