Graphische Revue
  

Kompletter Jobwechsel in nur zwei Minuten
16.10.2017

Flyeralarm ist mit 330 Mio. € Jahresumsatz einer der größten Online-Drucker in Deutschland. Auch in Europa hält das Unternehmen mit seinen 2.000 Mitarbeitern eine Spitzenposition. Allein an den acht Produktionsstandorten in Mainfranken und Sachsen betreibt das inhabergeführte Familienunternehmen mit FLYERALARM Industrial Print 90 Druckwerke, vorwiegend im Großformat, darunter auch eine Reihe von Rapida 145-Anlagen.


Kompletter Jobwechsel in nur zwei Minuten

Die Zuordnung der Druckaufträge zu den einzelnen Werken und Maschinen erfolgt nach Bedruckstoff, Grammatur und Produkten. Das Werk in Greußenheim vor den Toren Würzburgs ist auf konventionelle Drucksachen mit glänzenden Bedruckstoffen spezialisiert. Gedruckt wird in zwei Grammaturen – 135 und 250 g/m2. Auf den drei Rapida 145-Vierfarbmaschinen entstehen vorwiegend Flyer, Folder und Magazine. Die durchschnittliche Bogenzahl pro Druckjob liegt unter 5.000 Exemplaren. Dabei überwiegen Kleinauflagen. Eine dementsprechend große Bedeutung haben schnelle Jobwechsel, denn größere Aufträge mit bis zu 30.000 Exemplaren sind etwas seltener.

Die Rapida 145-Großformatanlagen am Standort Greußenheim sind mit allen Automatisierungen für schnelle Jobwechsel ausgestattet. Schnelle Jobwechsel innerhalb von fünf Minuten mit automatischem Plattenwechsel, parallelem Gummituchwaschen und dem ersten Abzug waren deshalb schon bisher Standard. Durch den Einsatz neuer Plattenwechsler und der Anpassung der Waschprogramme auf deren kürzere Wechselzeit sind die Rüstzeiten in Greußenheim weiter gesunken. Jetzt dauert der komplette Wechselprozess vom letzten Gutbogen des alten Druckjobs bis zum ersten Gutbogen des neuen Auftrags nur noch etwa die Hälfte, wie Betriebsleiter Johannes Barthelmes bestätigen kann.

QualiTronic SheetDetect unterstützt automatisiertes Drucken

Flyeralarm nutzt beim simultanen Plattenwechsel das enorme Potenzial von PlateIdent. Nach dem Einlesen des Data-Matrix Codes auf den Druckplatten erfolgt die Maschinenvoreinstellung automatisch über LogoTronic Professional. Johannes Barthelmes: „Für uns ist das teilautomatisiertes Drucken. Während die Maschine rüstet, haben Drucker und Helfer Zeit für andere Aufgaben.“

Gearbeitet wird im Stapelbetrieb. Das heißt, mehrere Druckjobs bleiben auf einer Palette. Das Job-Ende inkl. Zuschuss sowie Makulatur werden mit einem Leuchtstift gekennzeichnet. Nach dem Wenden erkennt QualiTronic SheetDetect mit einem Sensor unter der Anlage die gekennzeichneten Bogen. Auf diese Weise erfolgt die Trennung der einzelnen Aufträge. Die Rapida 145 kennt das Job-Ende und beginnt wie bei ErgoTronic AutoRun mit dem Einrichten des Folgeauftrags. Für den Helfer bedeutet dies: weniger Zeit am Anleger und mehr Zeit für das Bestücken der Plattenwechsler.


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