Graphische Revue
  

„Gedruckte Produkte wieder sexy machen“
08.05.2017

Rafi Albo verknüpft seit Jahren Druckprodukte mit elektronischen Medien. „Augmented, Virtual und Mixed Reality werden die Nachfrage nach Print und damit auch die Verdienstmöglichkeiten von Druckern vergrößern“, ist der CEO der auf innovative Applikationen spezialisierten Firma Segmarketing überzeugt.


„Gedruckte Produkte wieder sexy machen“<br />

Graphische Revue: Sie wurden mal als „Globaler Guru des vernetzten 1:1-Marketings“ bezeichnet. Was haben Sie als Pionier für attraktive Printanwendungen besser verstanden als viele andere Marketing-Strategen?
Rafi Albo (CEO Segmarketing): Alle sagen, dass das Internet Print killt. Ich hingegen zeige vielfältige Möglichkeiten auf, wie Print mit der richtigen Technologie mit dem Internet verknüpft werden kann – mit dem Ziel, gedruckte Produkte wieder sexy zu machen.

Was Sie mit Ihrer Firma Segmarketing ja schon vor der Einführung von Augmented Reality gemacht haben ...
Ja, denn mein Ziel war es immer, die Leute mit attraktiven Printerzeugnissen zu faszinieren. So habe ich vor vielen Jahren mal eine Broschüre entwickelt, bei der Quizfragen mittels Herausziehen einzelner Papierkomponenten wie bei einem mechanisch verschlossenen Safe beantwortet werden mussten, und nur mit korrekten Antworten geöffnet werden konnte. Oder neulich habe ich in Brasilien gesehen, wie ein kreativer Drucker für eine Kaffeeverpackung die Titelseite einer Zeitung vom gleichen Tag gewählt hat, um den Konsumenten zu beweisen, wie frisch sein Kaffee ist. Ich glaube eben an Best Customers Marketing. Deshalb müssen wir proaktiv auftreten. Soll heißen: Print muss offensiv agieren. Wie sagt man doch im Sport: Mit offensiver Strategie gewinnt man die Meisterschaft, nicht mit defensiver.
    
Können Sie das etwas detaillierter ausführen?
Offensiv mit vernetztem Print agieren, heißt meiner Ansicht nach zweierlei.
• Erstens: Drucker müssen jederzeit gute, kreative Beispiele zur Hand haben, um diese ihren Auftraggebern auch zeigen zu können.
• Zweitens: Drucker müssen neue Technologien, neue Lösungsansätze, neue Ideen miteinbeziehen. Mein Tipp hierfür lautet: Beginne bescheiden, setze aber hohe Ziele und schreite schnell voran. Jeder Drucker, der diese Grundsätze beachtet, wird mehr Geld verdienen – das steht für mich außer Frage.

Für Ihre auf innovative Augmented- und Virtual-Reality-Lösungen spezialisierte Firma Segmarketing haben Sie das Motto „Wenn Kreativität auf Daten trifft“ kreiert. Was meinen Sie damit?
Letztlich ist alles eine Frage von Kreativität, Daten, Technologie – und Print. Ich habe mich auf Mixed-Reality-Anwendungen spezialisiert, bei denen physische Printprodukte in gehaltvollen digitalen Inhalt umgewandelt werden. 2D-, 3D- und 360-Grad-Animationen von Druckprodukten auf Smartphones oder Tablets vermitteln einen fantastischen WYSIWYG-Effekt: „What You See Is What You Get.“ Und dabei steht am Anfang all dieser Applikationen immer Print. Wir brauchen kein Facebook oder YouTube, um die Videos den Konsumenten zu vermitteln, wir vermitteln den Wiedergabeeffekt direkt ab dem Druckprodukt.

Das ausführliche Interview lesen Sie in der Graphischen Revue 2/2017.


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