Graphische Revue
  

OpenType 1.8 – die Wiederbelebung
der Multiple-Master-Fonts
28.09.2016

Auf der ATypI-Konferenz in Warschau wurde von Adobe die neueste Version der OpenType-Spezifikationen präsentiert. Damit sollen „Variable Fonts“ eingeführt werden, die den Zugriff auf stufenlos wählbare, gestalterische Zwischenschritte aus einer Fontdatei heraus erlauben.


OpenType 1.8 – die Wiederbelebung<br />
der Multiple-Master-Fonts

Nach den Alleingängen von Apple (TrueType GX) und Adobe (Multiple Master) in den 90er Jahren ist dies nun der dritte Anlauf. Dieses Mal sind jedoch alle führenden Software-Anbieter direkt in die Entwicklung involviert: Microsoft, Apple, Google und Adobe haben sich gemeinsam auf die Details geeinigt und sie als Teil der OpenType-Spezifikationen festgeschrieben.

Jetzt gilt es die neuen Spezifikationen in die Anwendungsprogramme zu implementieren und entsprechende Schriften zu schaffen.Abwärtskompatibel sind die Schriften aber nur bedingt. Bei TrueType-basierten Fonts kann auf einen Grundschnitt ohne jegliche Interpolation zurückgriffen werden. Von den PostScript-basierten OpenType-Schriften will sich Adobe endgültig verabschieden. Das neue Format CFF 2 (Compact File Format) ist nicht abwärtskompatibel. Das heißt die Fonts laufen ausschließlich mit Anwendungen, die die neuen OpenType-Spezifikationen unterstützen.

Ein Anwendungsfeld der neuen OpenType-Fonts wird das elektronische Publizieren sein. Die möglichen Variationen innerhalb der Fontdateien erlauben eine Echtzeitanpassung an die konkrete Darstellungsumgebung. So kann sich etwa die Breite der Schrift dynamisch mit der Spaltenbreite ändern, waas gerade für das responsive Design interessant sein wird. Großen Wert wurde auch auf die Dateigrößen gelegt, die ein rasches Laden von Inhalten ermöglichen.


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