Graphische Revue
  

Digitaler Zeitungsdruck
ermöglicht flexiblere Geschäftsmodelle
21.09.2015

In den letzten Monaten häufen sich die Berichte über Zeitungsdrucker, die in den Digitaldruck einsteigen oder die Produktion gleich komplett umstellen. Hier liegt die Betonung auf wieder, denn der digitale Zeitungsdruck geistert schon seit 20 Jahren in der einen oder anderen Form durch die grafische Industrie. Wir haben uns auf die Suche gemacht, um herauszufinden, wo und wie der Digitaldruck heute erfolgreich in der Zeitungsindustrie eingesetzt wird.


Digitaler Zeitungsdruck<br />
ermöglicht flexiblere Geschäftsmodelle

Seit Juli produziert die Mengis Druck AG den „Walliser Boten“ mit einer Gesamtauflage von 22.000 Exemplaren an sechs Tagen der Woche ausschließlich im Digitaldruck und hat damit absolutes Neuland betreten. Aus der Kombination einer Inkjet-Rotation von HP, einem Falzsystem von Manroland Web Systems und dem Einstecksystem AlphaLiner von Müller Martini ist eine integrierte Produktionslinie für den Zeitungsdruck entstanden. Der durchaus mutige technologische Strategiewechsel, den man jetzt bei der Mengis Druck AG­ vollzogen hat, zeigt, welche Entwicklung der Digitaldruck punkto Qualität und Geschwindigkeit in den letzten Jahren genommen hat, wodurch er in immer größere Auflagenbereiche vorstößt.
    Aus der Sicht der Mengis Druck AG überwiegen die Vorteile des Digitaldrucks ganz eindeutig – eine Ersatzinvestition in den Offsetdruck ließ sich nicht mehr darstellen. Zumal man sich mit der Inkjet-Rotation noch weitere Vorteile ins Haus geholt hat, mit denen man sowohl das redaktionelle als auch werbliche Angebot des „Walliser Boten“ weiterentwickeln kann. Darüber hinaus sei die Rotation eine ideale Lösung für den von sinkenden Auflagen und hohem Preisdruck geprägten Akzidenzdruck, wie Martin Seematter im Gespräch mit „Panorama“ betont.
Zeitungsindustrie

163 Milliarden US-Dollar schwer
Dass heute immerzu vom Untergang und dem nahen Tod der Tageszeitung gesprochen wird, ist eigentlich nicht ganz nachvollziehbar. Die Zeitungsindustrie ist weltweit und jährlich betrachtet noch immer ein 163-Milliarden-Dollar-Markt mit 15.000 verschiedenen Titeln. Dazu kommen noch die Gratis-Zeitungen. Etwa 2,5 Milliarden lesen gedruckte Zeitungen, etwa 800 Millionen Zeitungen in digitaler Form, wie aus den jüngsten Zahlen des „World Press Trends 2013“-Reports der WAN-IFRA hervorgeht. Auch wenn die Auflagen in Europa und den USA rückläufig sind, bleibt die Leserschaft insgesamt noch immer auf einem hohen Niveau.
    „Obwohl in naher Zukunft weitere gravierende Veränderungen in der Zeitungsindustrie anstehen, gehen wir bei HP davon aus, dass die gedruckte Zeitung weiterhin ihren fixen Platz am Markt hat. Allerdings wird der Digitaldruck einen Teil dieser Veränderung darstellen und die Entwicklung vorantreiben“, meint der globale Marketing-Direktor für das Geschäft mit Lösungen für die grafische Industrie bei HP, Francois Martin. Jetzt sei die Zeit reif für die Digitalisierung des Zeitungsdrucks.

Den vollständigen Artikel finden Sie in der Graphischen Revue


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