Graphische Revue
  

AGI Druckerei schließt bis März ihre Pforten
23.12.2014

Die AGI Druckerei in Thalgau wird bis spätestens Ende März schließen, 58 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs, sagte der Landesgeschäftsführer der GPA-djp, Gerald Forcher, zur APA. Die Druckerei gehört seit 2009 zur AGI van de Steeg B.V. mit Sitz in Enschede, Niederlande. Seither ging der Personalstand stetig zurück: "Seit Jahren gibt es einen kontinuierlichen Abbau, vor einigen Jahren waren hier noch 195 Leute beschäftigt", sagte Jürgen Handlbauer, der Regionalsekretär der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp).


AGI Druckerei schließt bis März ihre Pforten

Die genauen Gründe für die Schließung sind nicht bekannt, die Geschäftsleitung war für die APA nicht erreichbar. "Uns wurden wirtschaftliche Gründe genannt", sagte Handlbauer. Forcher sprach von Gewinnmaximierung. Für die Bediensteten wurde ein "ordentlicher Sozialplan" ausverhandelt, wie es der Gewerkschafter formulierte. Dieser sieht zum einen eine finanzielle Abgeltung vor, damit die Mitarbeiter auch in der Arbeitslosigkeit eine Zeit lang ihren Lebensstandard halten können. Zum anderen wurde eine Arbeitsstiftung vereinbart, sodass sich die Menschen um- oder weiterbilden können. "Die Branche ist komplett gebeutelt, viele werden als Drucker wohl keinen Job mehr finden", so Handlbauer. Außerdem ist die AGI-Druckerei in erster Linie auf die Medienbranche spezialisiert. Sie produziert vor allem Booklets und Covers für CDs, DVDs und Blu-Ray-Discs. "Sie ist nicht zufällig von Wals nach Thalgau verlegt worden", so Handlbauer in Anspielung auf die Nachbarschaft zur Firma Sony DADC, die dort diese Medien produziert.

Der Sozialplan wurde am Donnerstag fertig ausverhandelt und unterzeichnet, die Mitarbeiter wurden ebenfalls am Donnerstag über die Maßnahmen informiert. Das erste Drittel soll bereits mit 9. Jänner aus dem Unternehmen ausscheiden, bis spätestens Ende März soll die komplette Mannschaft weg sein. Die Geschäftsleitung hat laut Gewerkschaft angekündigt, mit dem Land Salzburg und dem AMS über eine finanzielle Beteiligung an der Arbeitsstiftung zu sprechen.


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