Graphische Revue
  

Die größten Zeitverschwender im Büro
28.04.2014

60 Prozent der Büroarbeiter in Deutschland sind der Meinung, dass nach wie vor zu viel Papier bei der täglichen Arbeit verschwendet wird. Das belegt eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstituts innofact anlässlich des Tags der Arbeit. Die Studie wurde im Auftrag von Adobe Systems unter 1.033 berufstätigen Frauen und Männern zwischen 18 und 69 Jahren durchgeführt. Darin wurde auch untersucht, was die größten Zeitverschwender und die nervigsten Prozesse bei der Büroarbeit sind und welche Arbeitserleichterungen sich die Berufstätigen zukünftig wünschen.


Als lästigster Prozess wird von 27 Prozent der Befragten die Suche nach Papierdokumenten genannt, gefolgt von Abstimmungs- und Korrekturprozessen (17 Prozent) sowie der Erstellung, Verteilung und Auswertung von Formularen (14 Prozent). 46 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass der größte Zeitverschwender bei ihrer täglichen Arbeit die Archivierung oder Wiederverwendung von Dokumenten sei. 44 Prozent befanden, dass Korrekturen und Abstimungsschleifen mehr Zeit als nötig in Anspruch nehmen.

Welche Arbeitserleichterungen wünschen sich Mitarbeiter
Bei der Frage nach den gewünschten Arbeitserleichterungen gaben 65 Prozent der Umfrageteilnehmer an, dass sie sich ein einfacheres Sammeln und Verteilen von Dokumenten wünschen würden. Für 61 Prozent wäre der elektronische Rechnungsversand inklusive digitaler Unterschrift eine große Arbeitserleichterung; 59 Prozent wünschen sich zudem eine einfachere schriftliche Abstimmung von Genehmigungen und Textdokumenten.

"Wie IDC bereits in 2012 festgestellt hat, wird weltweit bei der Büroarbeit eine nicht unerhebliche Menge an Zeit vor allem bei dem viel zu aufwändigen Umgang mit Dokumenten verschwendet – vor allem für die Erstellung, Abstimmung und Suche", erklärt Ulrich Isermeyer von Adobe Systems.

Potenziale der Technologie sind noch nicht ausgeschöpft
"Die Arbeitswelt hat sich in den letzten Jahren bereits massiv gewandelt. Doch das war erst der Anfang. Denn unsere Zukunft liegt in kreativen Wertschöpfungsprozessen", erklärt Torsten Rehder, Director Innovation Services TrendONE GmbH. "Die Potenziale, die uns Technologie schon heute bietet, sind noch längst nicht ausgeschöpft, geschweige denn gleichmäßig verteilt. Während im Silicon Valley bereits an Algorithmen getüftelt wird, die kreative Tätigkeiten wie etwa das Schreiben eines Drehbuchs automatisieren, hadern wir in Europa noch mit dem elektronischen Rechnungsversand. Die Technologie ist nicht mehr der Flaschenhals. Vielmehr sind es alte Denkmuster, die uns zögern lassen, die nächste Produktivitätsstufe zu erreichen."


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